Innovation: Drei grüne Ladestationen fürs Smartphone

Innovation: Drei grüne Ladestationen fürs Smartphone

von Felix Ehrenfried

Wer braucht schon Steckdosen? Mit diesen drei Ideen läd jedes Handy unterwegs - am Fenster, am Lagerfeuer oder mit einem Löffel voll Wasser.

Stellt man heute auf der Straße die Frage: Was ist Ihnen wichtiger, Smartphone oder Auto?, wird die große Mehrheit der 20-40 Jährigen das Smartphone als wichtiger bewerten. Was vor 20 Jahren der eigene VW Golf war, ist heute das Smartphone.

Der Taschencomputer ist Terminkalender, Musikplayer und Tor zum sozialen Internet in einem. Viele Experten sehen das genauso: Das Smartphone ist das Statussymbol heutiger Generationen. Dabei geht es nicht nur um ein möglichst leistungsfähiges und neues Gerät, auch das Zubehör für das persönliche Kleinod sollte stimmen.

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Eine ganze Industrie beschäftigt sich mit dem Drumherum für Samsung Galaxy, iPhone und Co. So gibt es tausende von Handyhüllen in allen Formen, Farben und Materialien oder ganze Soundanlagen, die speziell auf Smartphones abgestimmt sind.

Wer diesem Trend seine persönliche Note aufdrücken will, hat inzwischen etliche Gadgets zur Wahl, die das Handyvergnügen noch steigern. Wir stellen Ihnen drei Geräte vor, mit denen das Laden ihres Smartphones ab sofort zum Bekenntnis für grüne Energie wird. Aus dem schnöden In-die-Steckdose-stecken wird so nicht nur ein politisches Statement, es wird ein grünes Vergnügen. Ganz ohne Stromnetz.

Wasser zum Akku-Betanken

Wer jetzt denkt, dass Smartphone würde mit dieser Technik durch die Bewegungskraft von Wasser, ähnlich einem Mühlrad geladen, der irrt. Denn dem myFC PowerTrekk genügt ein Löffel voller Wasser um den Handyakku mit frischer Energie zu versorgen. Dabei funktioniert das System ähnlich wie das einer Batterie: Unterschiedliche chemische Ladungen werden getrennt. Wenn man sie reagieren lässt, sie also zusammenführt, entsteht Energie. Das System erzeugt also Energie mittels einer Brennstoffzelle.

Die Aufgabe der Ladungen übernimmt beim Powertrekk auf der einen Seite das Wasser, auf der anderen Seite ein kleiner Behälter mit einer Chemikalie. In einem grünen Gefäss von der Größe eines Brillentuis werden die zwei Ladungen zusammengeführt, Energie fließt und der Handyakku lädt sich auf. Das System der Firma PowerTrekk soll bald auf den Markt kommen, jedoch zunächst in den USA und dort auch mit einem stolzen Einführungspreis von 229 US-Dollar (rund 175 Euro). Hier geht es zu einem Video zur Funktionsweise des Laders. 

Das Fenster als Steckdose

Die Idee, über eine Solarzelle das eigene Smartphone zu laden, ist an sich nichts neues. Neu ist jedoch die Art, wie die Designer Kyuho Song und Boa Oh diese Möglichkeit des Ladens verpackt haben. Sie besteht aus einer runden Solarzelle, die unter einem Saugnapf angebracht ist. Mit dem lässt sich das Gerät einfach an ein Fenster anbringen. Die Rückseite des kreisrunden Geräts in den Farben weiß/grün bietet lediglich zwei Löcher, eben wie eine Steckdose. Dort hinein kann man dann auch jeden handelsüblichen Stecker schieben. Die Solarzelle auf der Rückseite versorgt dann den Verbraucher am anderen Ende, vorrausgesetzt die Sonne hinter dem Fenster scheint.

Im Inneren der Fenster-Steckdose steckt eine Batterie mit 1000 Miliampere Leistung. Genug also, um das Handy mal ein wenig aufzuladen, für größere Stromfresser wie den Laptop reicht das Gerät allerdings nicht. Dazu ist auch die Solarzelle viel zu klein. Dennoch ist das Konzept beeindruckend: Zum einen sieht es wirklich gut aus, zum anderen ist es sehr einfach zu bedienen. Wann die kabellose Solarsteckdose allerdings auf den Markt kommt, ist bisher nicht bekannt, ebenso wie der Preis.

Laden am LagerfeuerDie dritte und vielleicht spektakulärste Lademöglichkeit stammt von Point Source Power. Deren Handylader VOTO wandelt Hitze durch eine Brennzelle in elektrische Energie um. Den Lader also nur ans Feuer halten, auf der anderen Seite das Smartphone anstöpseln und schon fließt frische Energie durch den Handyakku. Daneben besitzt der Lader auch noch eine LED-Lampe auf seiner Vorderseite, kann also als Ladegerät und Lichtquelle gleichzeitig verwendet werden. Vorrausgesetzt, es brennt ein Feuer.

Das System ist für den einen ein witziges Gimmick, für den anderen kann es eine lebensveränderte Innovation sein. Point Source Power CEO Craig Jacobson zufolge leben weltweit 1,5 Milliarden Menschen ohne elektrische Energie. Jedoch besitzen einige von ihnen Handys - für die sie aber nur in andere Orten Steckdosen finden. Der VOTO-Lader könnte da Abhilfe schaffen.

Bisher kann man sich für den Feuer-Lader lediglich auf eine Warteliste setzen. Wann es mit der Auslieferung soweit ist und wie viel das Gerät dann kosten wird, darüber schweigt Point Source Power bisher.

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