Innovatives E-Bike: Der Kumpel unter den Fahrrädern

Innovatives E-Bike: Der Kumpel unter den Fahrrädern

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Crowdfunding soll die serienmäßige Produktion des E-Bikes möglich machen. (Foto: MATE.BIKE)

von Daniela Becker

Elektrobikes sind Trend. Doch viele der Räder sind klobig und teuer. Ein dänisches Startup will das nun ändern.

Kopenhagen gilt als die fahrradfreundlichste Stadt der Welt – und so wundert es nicht, dass die beiden Gründer, die den E-Bike-Markt aufmischen wollen, aus der dänischen Hauptstadt stammen. Ihre Idee: ein E-Bike, das alltagstauglich und handlich, vor allem aber erschwinglich ist.

Um ihren Traum vom perfekten E-Bike zu realisieren, haben Christian Adel Michael und seine Schwester Julie Kronstrøm Carton auf Indiegogo eine Crowdfunding-Kampagne gestartet. „Mate“ nennen sie ihre Entwicklung, was so viel bedeutet wie guter Kumpel – denn das soll das E-Bike sein.

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Mit drei Handgriffen zusammengefaltet

Dem Geschwisterpaar geht es darum, ein möglichst vielseitiges Rad zu schaffen. Das Mate kann wie ein normales Fahrrad mit einer 7-Gang-Shimano-Schaltung gefahren werden. Wird es hügelig, bläst der Wind oder hat man es eilig, wird der elektrische Radnabenmotor dazu geschaltet. Eine Akkuladung, so die Gründer, reiche für eine Distanz zwischen 50 und 80 Kilometer. Damit eignet sich das Rad perfekt für Pendler.

Das Aussehen des E-Bikes erinnert dagegen eher an eine Mischung aus coolem BMX und praktischem Klapprad. Und tatsächlich ist das Rad so konstruiert, dass es sich mit drei Handgriffen zu einem handlichen Paket falten lässt – so ist es einfach im Auto oder in der Bahn zu transportieren.

Leicht zu tragen ist es allerdings nicht: Mit Batterie bringt das Rad rund 40 Kilogramm auf die Waage, ohne Akku immerhin noch die Hälfte. Der Lithium-Ionen-Akku versteckt sich nach Angaben der Entwickler hinter einem stabilen Verriegelungsmechanismus. Die Batterie kann entweder zum Laden entfernt und mitgenommen werden oder man schließt das Fahrrad direkt an eine Netzsteckdose an. Dank eines speziellen Quick Chargers soll sich die Batterie in nur zwei Stunden wieder aufladen lassen.

Ausgestattet wird das E-Bike mit Carbon-Scheibenbremsen und einer Vorder- und Hinterradaufhängung, die für eine sichere und reibungslose Fahrt sorgen soll. Mit den etwas dickeren All-Terrain- Reifen kommt man auch angenehm über unebenes, gepflastertes Gelände. Praktisch: Per USB-Kabel lassen sich elektronische Devices wie das Handy am Rad aufladen.

Im Crowdfunding für unter 1.000 Euro

Sobald das Mate in Serie produziert wird, soll es das Rad in verschiedenen farblichen Varianten und wahlweise mit einem 250W- und einem 350W-Motor geben. Wer sich am Crowdfunding beteiligt, kann sich jede Variante für deutlich unter 1.000 Euro sichern. Der spätere Verkaufspreis soll sich je nach Variante zwischen rund 1.800 Euro und 2.100 Euro bewegen.

Damit bleiben die Dänen deutlich unter den 2.999 Euro, die der taiwanesische Produzent Tern kürzlich für ein für ein vergleichbares Modell auf der Fahrradmesse Eurobike angekündigt hat. Dessen faltbares Elektrorad verspricht eine Reichweite von bis zu 100 Kilometern und soll ab Frühjahr 2017 erhältlich sein.

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Mit nur drei Handgriffen soll sich das E-Bike zusammenfalten lassen. (Foto: MATE.BIKE)

Die Verbraucher scheinen von der Idee des Mate und seinem Preis begeistert zu sein. Nach nur wenigen Tagen haben die beiden Gründer bereits deutlich über 600.000 Euro eingesammelt; das Fundingziel von 80.000 US-Dollar ist längst überschritten. Die ersten Auslieferungen sind für Oktober geplant.

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