Insekten essen: So gelingt das perfekte Sechsbein-Dinner

Insekten essen: So gelingt das perfekte Sechsbein-Dinner

Kann die Erde auch zehn Milliarden Menschen ernähren? Sie kann - wenn wir neben Pflanzen und Fleisch künftig auch Insekten essen. Ein Selbsttest.

Für ein Hochschulprojekt haben drei Studentinnen der Fachhochschule des Mittelstands in Köln ein besonderes Experiment gewagt: Ein Dinner mit Insekten. Was sie dabei gelernt haben und wie es geschmeckt hat, haben Lena Graab, Lisa Goldner und Kathrin Röhrig für WiWo Green aufgeschrieben:

Insekten zu essen könnte - so komisch es sich zunächst anhört - ein Zukunfts-Trend sein. Im Moment leben mehr als sieben Milliarden Menschen auf der Erde, Prognosen zufolge könnten es 2050 schon weit über neun Milliarden Menschen sein. Die Frage, wie sich die Welt in Zukunft ernähren wird, drängt. Allein 2014 wurden weltweit fast 250.000 Millionen Tonnen Fleisch konsumiert - und selbst das wird künftig nicht reichen. Kann die Landwirtschaft da Schritt halten?

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Vielleicht muss sie das gar nicht - denn laut der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) werden die Menschen schon in naher Zukunft auch Insekten essen, um satt zu werden.

Für Hobbyköche, denen das Erscheinungsbild vieler Gerichte auf den Magen schlägt, sind Brownies mit Mehlwürmern eine gute Wahl: Da sieht man nämlich nichts mehr von den kleinen Insekten. Und im Grunde ist der Ekel fehl am Platz: Der Insektenforscher Alan L. Yen schätzt, dass wir jährlich 250 Gramm Insekten zu uns nehmen, die sich in Obst, Gemüse oder behandelten Lebensmitteln verstecken.

Mit bekannten Gerichten, in denen Insekten so verarbeitet wurden, dass man die Tiere nicht mehr erkennt, könnten wir uns also vielleicht schon an den Insektenverzehr gewöhnen. Aber am Ende unseres Tests sind wir uns einig: Es war ein aufregender Versuch, doch nächstes Wochenende gibt es definitiv wieder Chips!

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