Karriere: Der "Green Day" zeigt Schülern die grüne Berufswelt

Karriere: Der "Green Day" zeigt Schülern die grüne Berufswelt

von Lisa Hegemann

Auf dem „Green Day“ am 12. November öffnen grüne Unternehmen ihre Türen und Labore, um Schülern nachhaltige Berufe näher zu bringen.

Grüne Themen passen in viele Schulfächer: Artenvielfalt in den Bio-Unterricht, der Aufbau eines Akkus in Physik oder die Green Economy in den Wirtschaftsunterricht. Auch abseits des Unterrichts gibt es relevante Themen, so bewirbt das Bildungsministerium in Nordrhein-Westfalen beispielsweise den Schulstart mit Recyclingpapier, der Bund für Umwelt und Natur (BUND) empfiehlt umweltfreundliche Verkehrsmittel für den Schulweg.

Ein Projekt der Zeitbild Stiftung geht noch einen Schritt weiter: Beim „Green Day“ sollen Schüler nicht nur die Themen Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein vermittelt bekommen, ihnen werden auch grüne Berufe vorgestellt. Am 12. November finden zu diesem Zweck bundesweit Veranstaltungen statt, die Acht- bis Dreizehntklässler ermöglichen, in unterschiedliche Berufe und Fachbereiche hineinzuschnuppern – eine Art grüner „Girls Day“ für alle, wenn man so will.

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Rohstoffe im Handy, Experimente mit Wasserstoffen„Der Green Day soll dazu dienen, Berufe, die zur Energiewende hinwirken, vorzustellen und bekannt zu machen“, sagt Ulrike Eichentopf, Organisatorin und Sprecherin des Events. Für Schüler seien grüne Berufe im Alltag oft schwer zu fassen, da man in die Unternehmen nicht hineinschauen könne. Genau das will der „Green Day“ mit seinen mehr als 200 Veranstaltungen ändern.

So will das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie seine Arbeit anhand des zweistündigen Vortrags „Die Rohstoffexpedition – Entdecke, was in (d)einem Handy ist“ erklären. Darin sollen Schüler ein Gefühl dafür bekommen, welche Materialien und seltenen Erden in ihrem Smartphone verbaut sind. Die jungen Besucher sollen dadurch auch zur bewussten Nutzung ihrer Mobiltelefone angehalten werden. Der Vortrag ist nach Angaben des Instituts für Schüler der Oberstufe geeignet.

In Schleswig-Holstein informiert das Wiershoper Unternehmen Buhck über das Thema Recycling. Ein Rundgang auf dem Firmengelände soll Schülern der achten bis zehnten Klasse einen Einblick gewähren, wie Wiederverwertung funktioniert und welche Geräte dafür gebraucht werden.

Ausbildungsberufe wie Gärtnern praktisch vorgestelltExperimentieren dürfen Schüler beim Bildungsinstitut für Umweltschutz und Wasserschutz Neubrandenburg (BUW). In den Chemielaboren des Unternehmens in Mecklenburg-Vorpommern können sie Wasserstoffe untersuchen. Die Veranstaltung, die für die achte bis zehnte Klasse gedacht ist, soll zudem einen Einblick in die Berufsfelder geben.

Auch Hochschulen wie die TU Berlin, die Fachhochschule Kiel oder die Universität Trier laden zum Besuch ein, sie wollen unter anderem Studiengänge und Forschung im eigenen Haus vorstellen. Andere Betriebe präsentieren ihre Ausbildungsberufe, etwa Gärtnern oder energieeffizientes Bauen.

Benachteiligte Jugendliche beteiligenBewerben können sich sowohl Lehrer mit ihren Klassen als auch einzelne Schüler selbst. Wenn eine Veranstaltung nur zehn Plätze hat, ein Lehrer aber mit 20 Schülern kommen will, können die Organisatoren möglicherweise weiterhelfen. Veranstaltungen mit Ausbildungsberufen richten sich meistens an Schüler der achten bis zehnten Klasse, die Universitäten häufig an die gymnasiale Oberstufe. Gleichzeitig versuchen die Organisatoren, auch verstärkt benachteiligte Jugendliche in den „Green Day“ einzubinden.

Der „Green Day“ bringt seit 2012 einmal jährlich Schüler und grüne Unternehmer zusammen. Die bundesweite Veranstaltung wird vom Umweltministerium und der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) unterstützt. Seit dem ersten „Green Day“ haben insgesamt 450 Bildungsstätten und 10.000 Schüler an dem Programm teilgenommen.

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Alle Veranstaltungen auf einen Blick finden Sie hier.

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