Klimabericht: Das sind die wichtigsten Aussagen in zwölf Grafiken

Klimabericht: Das sind die wichtigsten Aussagen in zwölf Grafiken

von Anna Gauto

Der IPCC hat seinen fünften Klimabericht in Kopenhagen veröffentlicht. Die Ergebnisse im Schnelldurchlauf.

Am Sonntag hat der Weltklimarat (IPCC) die Zusammenfassung seines fünften Klimaberichts veröffentlicht – der wiederum aus drei Teilberichten besteht – und darin deutlich gemacht, dass der Mensch der "dominierende Faktor" für den Klimawandel sei.

Nie habe es eine höhere von Menschen verursachte Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosphäre gegeben. Noch, das haben die IPCC-Forscher außerdem berechnet, sei die Erderwärmung zu vertretbaren Kosten aufzuhalten. Dafür müsste der globale Ausstoß von Treibhausgasen aber bis 2050 zwischen 40 und 70 Prozent zurückgehen.

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Wir zeigen die wichtigsten Aussagen des IPCC-Klimaberichts in elf Grafiken.

So hat sich das Klima verändertSeit den 1950er Jahren findet ganz eindeutig eine Klimaerwärmung statt. Viele der daraus folgenden Veränderungen habe es so in den vergangenen Jahrhunderten, sogar in den zurückliegenden Jahrtausenden, nicht gegeben. Dazu zählt der IPCC die Erwärmung der Atmosphäre und des Ozeans, den steigenden Meeresspiegel und den Rückgang von Schnee und Eis.

 

Der Mensch verursacht den KlimawandelHier ist der fünfte Klimabericht bestimmter als seine Vorgängerversionen: Der Einfluss des Menschen auf unser Klima sei "klar und wachsend" und die Hauptursache für die Erderwärmung. Auf allen Kontinenten seien die Folgen des wachsenden Ausstoßes von Treibhausgasen zu spüren. Sollte der Mensch diesen nicht drastisch reduzieren, drohten "schwere, dauerhafte und umumkehrbare Folgen" für Mensch und Natur.

 

Das sind die Folgen des Klimawandels

Das veränderte Klima wirkt sich weltweit auf alle Ökosysteme aus. Die Population vieler Tierarten und ihre Verhaltensweisen, etwa in Bezug auf Wanderzyklen, haben sich bereits geändert. Doch auch der Mensch ist ganz unmittelbar betroffen, etwa wenn Ernten insgesamt schlechter ausfallen. Die folgende Grafik zeigt die jeweiligen Effekte nach Region.

Weitere Folgen, die der Report nennt, sind die Zunahmen extremer Wetterereignisse seit 1950. Dazu zählen extreme Hitze, das Ansteigen des Meeresspiegels und starke Niederschläge.

 

So wird sich das Klima in Zukunft entwickelnDie Oberflächentemperatur wird bis 2100 steigen, das gilt für alle errechneten Szenarios. Wie viel wärmer es wird, hängt davon ab, ob der Mensch das Klima in Zukunft entlastet. Die Forscher halten es für sehr wahrscheinlich, dass es künftig häufigere und stärkere Hitzewellen sowie Niederschläge geben wird. Auch der Ozean wird saurer und wärmer. Der Meeresspiegel steigt weiter an.

 

Die Risiken sind ungleich verteiltJe mehr der Mensch das Klima durcheinander wirbelt, desto höher fallen die Risiken (Ernteverluste, Armut) für ihn aus. Diese sind aber nicht gleichmäßig auf der Erde verteilt. Die am wenigsten entwickelten Länder sind am stärksten betroffen, da sie geringen Spielraum haben, auf den Klimawandel zu reagieren.

Die folgende Grafik zeigt zudem, wie der Klimawandel sich auf die Nahrungsmittelproduktion auswirkt. Der IPCC geht davon aus, dass die Erträge für Reis, Weizen und Mais in tropischen Regionen schon bei einem Anstieg um die anvisierten zwei Grad zurückgehen werden. Bei einem Anstieg von vier Grad und höher sei die globale Ernährungssicherheit "großen Risiken" ausgesetzt.

 

Emissionen um 40 bis 70 Prozent senkenEine Anpassung an den Klimawandel sei wichtig, um Risiken zu minimieren, doch lange nicht ausreichend. Um den Klimawandel zu bremsen, müsse die Staatengemeinschaft sofort handeln. Andernfalls explodierten die Kosten. Die Forscher haben errechnet, dass ein ehrgeiziges Vorgehen gegen die Erderwärmung das globale Wirtschaftswachstum um 0,06 Prozent reduzieren würde. Die 0,06 Prozent seien aber nicht viel, besonders mit Blick auf unumkehrbare Klimaeffekte.

Das Fazit des Berichtes: "Die wissenschaftliche Grundlage, um den Klimawandel zu bekämpfen, ist klarer als je zuvor", sagt Rajendra Pachauri, der IPCC-Vorsitzende. Um das Zwei-Grad-Ziel zu halten und die Kosten schultern zu können, müssten die Emissionen zwischen 40 und 70 Prozent bis 2050 fallen und 2100 bei null angekommen sein. "Wir haben die Möglichkeiten dazu und auch die Wahl", so Pachauri.

Der gesamte Bericht steht hier zum Download bereit.

 

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