Klimawandel: Die Welt kann sich ihr Verhalten nicht mehr leisten

Klimawandel: Die Welt kann sich ihr Verhalten nicht mehr leisten

Der Klimawandel lässt sich nur mit globaler Kraft stoppen. Das ist eine Herausforderung und eine Chance – für Politik wie Wirtschaft.

Etienne Petit ist Generaldirektor Deutschland des Umweltdienstleisters Veolia. Für WiWo Green beschreibt er, wie „Dekarbonisierung“ und der Wandel zur Kreislaufwirtschaft dazu beitragen können, unser Klima besser zu schützen.

Hand in Hand: Ressourcen- und Klimaschutz

Ein Frosch sitzt in einem Glas mit Wasser, das langsam erhitzt wird. Weil das so allmählich geschieht, ignoriert der Frosch den Temperaturanstieg, bleibt stur und benommen sitzen – und droht,  gekocht zu werden. Genauso lässt sich unsere Einstellung beim Thema Klimaschutz beschreiben.

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Die Welt kann sich so ein Verhalten nicht leisten. Der UN-Klimagipfel COP21 in Paris ruft eindringlich in Erinnerung, dass sich der zerstörerische Wandel nur mit einer gemeinsamen globalen Kraftanstrengung stoppen lässt. Und dass diese globale Kraftanstrengung Verbindlichkeit und Transparenz braucht, mit klaren Verpflichtungen zur Verringerung der Emissionen.

In dem notwendigen Wandel liegt eine große Herausforderung, aber auch eine riesige Chance für Staaten, Unternehmen und die Bevölkerung. Eine Chance, eine bessere Weltwirtschaft zu schaffen, die aus Fehlern der Vergangenheit lernt und unsere Zukunft sichert.

Dass das möglich ist, zeigt sich schon heute. Dabei geht es nicht nur um den Einsatz von erneuerbaren Energien, sondern um einen umfassenden Fokus auf das Schließen von Ressourcen-Kreisläufen, auf die Rückgewinnung von Wasser, Rohstoffen und Energie aus Abwasser, Abfällen und Reststoffen. Die Möglichkeiten dazu entwickeln sich rasant. Auch Ressourcenschutz ist am Ende praktizierter Klimaschutz.

Die Wirtschaft muss die Transformation mitgestalten

Hier sind die Unternehmen gefragt. Selbstverpflichtungen, wie die eigenen Nachhaltigkeitsziele klar und transparent darzulegen, ist eine wichtige Ergänzung zu den Verpflichtungen, die Staaten und Regierungen abgeben. Es ist die Wirtschaft, die CO2-Emissionen produziert – und es ist auch die Wirtschaft, die die Transformation führend mitgestalten muss.

Bereits im Vorfeld von COP21 haben sich deshalb Initiativen wie die der Weltbank und anderer Institutionen entwickelt, die einen weltweiten ‚Kohlenstoffpreis‘ unterstützen, in einem klaren, stabilen und anspruchsvollen Mechanismus. Experten sind sich einig, dass solche marktwirtschaftlichen Instrumente der effektivste Weg sind, Investitionen gezielt in emissionsarme und -freie Technologien zu lenken.

Klar ist, dass nationale oder europäische Regelungen nur der Anfang sein können: Erst wenn er auf der ganzen Welt greift, kann ein solcher Preismechanismus fairen Wettbewerb sicherstellen und die kostengünstige und effiziente Umstellung auf die Kreislaufwirtschaft befördern.

Übrigens: Der sture Frosch ist am Ende doch noch aus dem Glas gesprungen. Aber erst, als man ihm ganz viel heißes Wasser auf einmal ins Glas schüttete. Als vernunftbegabte Wesen sollten wir Menschen so lange nicht warten.

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Hinweis: Veolia ist Sponsor von WiWo Green.

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