Kommentar: Der Totalausbau der Weltwirtschaft kommt - mutig bleiben!

Kommentar: Der Totalausbau der Weltwirtschaft kommt - mutig bleiben!

von Lothar Kuhn

Das Ende des Öl- und Kohlezeitalters bedeutet den Totalumbau der Weltwirtschaft. Doch es wird sich lohnen.

War es Mut oder Blendwerk? Nachdem die Staatenlenker der USA, Japan, Deutschland und der anderen G7-Nationen auf dem Gipfel von Elmau den Ausstieg aus der Öl- und Kohlennutzung angekündigt hatten, brachen die Diskussionen los. Zu langfristig, zu unverbindlich seien die Pläne, ätzten die Kritiker. Ein deutliches Zeichen, lobten andere.

Immerhin hat US-Präsident Obama kurz darauf seinem Land ehrgeizige Ziele zur Reduktion des Kohlendioxid-Ausstoßes verordnet. China und Südkorea haben nachgezogen und Aktionspläne zum Klimaschutz veröffentlicht. Papst Franziskus wettert mit einer Enzyklika gegen Umweltzerstörung und erntet viel Zustimmung.

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Hoffentlich wird den Politikern nicht noch bang vor dem eigenen Mut. Denn nach den Worten müssen Taten folgen - der Pariser Klimagipfel bietet dazu eine hervorragende Möglichkeit, nachdem viele der Großkonferenzen in der Vergangenheit kaum Fortschritte brachten.

Das bedeutet aber nicht weniger als den Totalumbau der Weltwirtschaft. Ein Umbau, den Ottmar Edenhofer, Direktor des Berliner Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change, exklusiv für die WirtschaftsWoche durchgespielt hat. Ein Ergebnis der Analyse: Es genügt nicht, etwa im Energiesektor die CO2-Emissionen auf null herunterzufahren. Wir müssen sogar das Treibhausgas wieder aus der Atmosphäre herausholen. Etwa durch das Aufforsten von Wäldern oder das Versenken des CO2 tief im Untergrund - eine durchaus umstrittene Technik.

Die Herausforderungen, das zeigt das Beispiel, sind enorm. Die Chancen aber auch. Denn haben wir den Umstieg auf die erneuerbaren Energiequellen erst einmal geschafft, genug Windräder und Solaranlagen aufgestellt und Speichermöglichkeiten auf dem Markt etabliert, fließt der Strom - fast - umsonst. Und wird zur Quelle neuen Wohlstands.

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Wie der klimafreundliche Umbau der Weltwirtschaft aussehen kann, können Sie in der neuen Ausgabe der WirtschaftsWoche Green Economy lesen. Diese finden Sie im Zeitschriftenhandel oder hier. Und Sie können selbst Teil der "Dekarbonisierung" werden: Schreiben Sie uns, wie Sie das Klima retten und gewinnen Sie mit etwas Glück einen Hotelgutschein. Mehr Infos dazu finden Sie hier: green.wiwo.de/klimawende/

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