Konsequenzen aus dem Klimawandel: Der geflutete Planet

Konsequenzen aus dem Klimawandel: Der geflutete Planet

Die Meere werden um mehrere Meter steigen, das ist sicher. Doch wie können wir den Klimawandel noch aufhalten?

Von Andreas Menn, Anna Tabea Hönscheid und Thomas Stölzel

Wenn sich Ende November bis Anfang Dezember Staatschefs aus aller Welt in Paris treffen, um über den Klimawandel zu verhandeln, geht es nicht nur um die Umwelt. Es geht vor allem darum, wie viel Geld die Weltbevölkerung in Zukunft ausgeben muss, um ganze Landstriche und Metropolen vor Flutschäden zu bewahren. Und wie viele Millionen Menschen ihre Heimat verlieren – weil sie sich den Küstenschutz nicht leisten können.

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Vor acht Jahren war der Weltklimarat (IPCC) noch optimistisch: Bis zum Jahr 2100, schrieben die Experten in ihrem Bericht, würden die Ozeane höchstens um 59 Zentimeter steigen. Seitdem hat die Realität die Befürchtungen überholt: Die beiden größten Eismassen des Planeten, die Eisschilde in Grönland und der Antarktis, schmelzen schneller als erwartet. Inzwischen glauben beispielsweise Forscher der US-Weltraumbehörde Nasa, dass die Welt bis zum Jahr 2100 eher mit einem Meter Anstieg rechnen muss – wenn nicht mit noch mehr.

Ohne Deiche werden Landstriche überflutet – auch in DeutschlandDas klingt moderat, hat aber gravierende Folgen: In Bangladesch ist laut einem Bericht der Asiatischen Entwicklungsbank Land von der Fläche Niedersachsens mit 36 Millionen Einwohnern bedroht. Gegen Ende des Jahrhunderts könnte der Klimawandel jährlich neun Prozent der Wirtschaftsleistung von Bangladesch vernichten. Teilen Floridas, das nur knapp über das Meer hinausragt, droht der Untergang.

Denn Städte wie Miami sind auf Kalkstein gebaut, der das Meerwasser, Deiche hin oder her, unaufhaltsam einsickern lässt. Deutschland muss mehr als 1400 Kilometer Deiche aufstocken, sonst stehen bei Sturmflut ganze Landstriche unter Wasser.

So sind die wohl wichtigsten drei Fragen der Gegenwart: Wie viel CO₂ darf die Menschheit noch in die Atmosphäre blasen, um eine Megaflut zu verhindern? Haben Millionen Menschen noch eine Chance, ihre Heimat zu retten? Und welcher technische und ökonomische Aufwand ist notwendig, wenn alles so kommt, wie prognostiziert?

Lesen Sie in der multimedialen Geschichte „Klima: Der geflutete Planet“ auf www.wiwo.de/klima, wie sich die steigenden Fluten auf Städte wie New York schon heute auswirken und was in Paris passieren muss, damit die Niederlande und Bangladesch nicht in großen Teilen von unseren Landkarten verschwinden.

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