Lebensmittelverschwendung: Drei Apps, die unser Essen vor der Tonne retten

Lebensmittelverschwendung: Drei Apps, die unser Essen vor der Tonne retten

von Constantin Alexander

Jedes Jahr landen tausende Tonnen Nahrung im Müll. Diese Apps dämmen Lebensmittelverschwendung ein.

Tausende Tonnen Lebensmittel landen jedes Jahr im Müll. Und das, während Menschen – auch in Deutschland – hungern. Hierzulande wirft nach Schätzungen der Bundesregierung eine Person mehr als 80 Kilogramm Lebensmittel pro Jahr weg. In den USA werden sogar rund 40 Prozent der Lebensmittel verschwendet. Das hat Folgen für Umwelt, Gesellschaft und  Wirtschaft. So kostet Lebensmittelverschwendung die US-Wirtschaft jährlich 165 Milliarden Dollar.

Ein New Yorker Startup will das nun ändern, indem es Supermärkte, Delikatessläden, Restaurants und Imbisse mit Verbrauchern zusammenbringt. Über die App Pareup können Anbieter melden, wenn sie Lebensmittel günstiger anbieten, etwa weil sie sich ihrem Verfallsdatum nähern. Nutzer sehen, bei welchem Supermarkt Tomaten oder Kartoffeln gerade erheblich weniger kosten.

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Umwelt, Verbraucher und Supermärkte gewinnenDrei Seiten gewinnen: Die Umwelt, weil ihre Ressourcen nicht verschwendet werden, Kunden, weil sie günstigere Ware erhalten, Anbieter, weil sie an Produkten verdienen, die sie teuer hätten entsorgen müssen. Lebensmittel an soziale Einrichtungen zu verschenken, erschweren strenge Lebensmittel-Gesetze in den USA. Bislang gibt es den Service für New York, weitere Städte in Nordamerika und eventuell Europa sollen aber folgen.

Gute Apps auch in DeutschlandDann müsste Pareup es mit den Angeboten aufnehmen, die Lebensmittelverschwendung in Deutschland bekämpfen. Das Startup Foodloop aus Köln verfolgt einen ähnlichen Ansatz wie Pareup. Ein neuer Barcode (siehe Beitrag), für den Foodloop die Werbetrommel rührt, soll es Supermärkten ermöglichen, "reife" Ware automatisiert zu erfassen und über die App an Kunden zu spielen.

Die Initiative „Zu gut für die Tonne“ der Bundesregierung bietet eine kostenlose App an. Dort finden Konsumenten Rezepte von Prominenten wie der TV-Köchin Sarah Wiener oder dem Schauspieler Daniel Brühl. Sie zeigt an, welche Lebensmittel wie lange haltbar sind und wie man diese am besten verarbeitet.

Die Beispiele zeigen, dass die Digitalisierung einen wichtigen Beitrag leisten kann, um Ressourcen zu schonen. Dafür müssen die App-Angebote allerdings erst einen breiten Nutzerkreis für sich gewinnen.

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