Love Goodly: Die Wundertüte für Ökos

Love Goodly: Die Wundertüte für Ökos

von Sabrina Keßler

Das US-Start-up Love Goodly verschickt eine Öko-Wundertüte im Abo. Kunden sparen dabei sogar - denn dahinter steckt ein Werbemodell.

Lippenstifte aus madagassischen Vanille-Bohnen, organischer Wildblumen-Tee oder handgemachtes Bananenbrot aus den USA: Wer die Boxen des Unternehmens Love Goodly öffnet, erlebt jedes Mal eine Überraschung. Kein Empfänger weiß im Vorfeld, was sich in den kleinen Kartons verbirgt. Nur eins ist klar: Die Produkte sind tierversuchsfrei, vegan und umweltfreundlich.

„Wir verschicken nur Dinge, die wir lieben, selbst nutzen und sorgsam geprüft haben“, sagt Justine Lassoff, Mitgründerin des Unternehmens. Von der Bio-Gesichtscreme, über Öko-Schmuck bis hin zu kleinen Wohnaccessoires sei alles dabei. 30 Dollar, umgerechnet knapp 27 Euro, kostet die günstigste Kiste, die je nach Mischung bis zu sieben solcher Produkte enthält und alle zwei Monate verschickt wird. Bald auch nach Deutschland.

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Trendprodukt mit Anspruch

Die Öko-Wundertüte von Love Goodly trifft damit den Nerv der Zeit. Schon jetzt gibt es mehr als 150 Abo-Boxen in Deutschland, die sich mit ihren Geschäftsmodellen übertrumpfen. MyCouchbox etwa verschickt Snacks an Naschkatzen, Glossybox versorgt Beautyliebhaber mit Kosmetik und Dailybread bestückt die eigenen Boxen mit Socken, Unterhosen und T-Shirts für Männer.

Love Goodly hingegen will mit Umweltbewusstsein und Wohltätigkeit überzeugen. Jedes Produkt ist mit verschiedenen Labels versehen, die es zum Beispiel als vegan, handgemacht, glutenfrei, oder nicht-giftig deklarieren. Zudem geht ein bestimmter Prozentsatz der Erlöse an wohltätige Organisationen wie Farm Sanctuary und Fuck Cancer, die den Tierschutz und die Krebsforschung unterstützen.

Überraschung mit Beigeschmack

Der Wert der Produkte, die die Kunden erhalten, sei dabei mindestens doppelt so hoch wie der Preis, den sie bezahlen - so das Versprechen von Love Goodly. Das geht nur, weil das Unternehmen seine Produkte sehr günstig oder sogar kostenlos von den Herstellern bekommt. Im Gegenzug bekommen die Hersteller neue Aufmerksamkeit und Kunden, die sie auf normalem Wege nicht erreichen. Damit ist Love Goodly – wer hätte es gedacht - nichts anderes als eine Marketingplattform der Industrie.

Auch die Intransparenz solcher Abo-Boxen wird häufig kritisiert. Wer eine Kiste bestellt, kauft grundsätzlich die Katze im Sack. Ob man den Inhalt der Box mag, weiß der Käufer im Vorfeld nicht. Ein Umtausch bei Missfallen ist ausgeschlossen, zumindest bei Love Goodly.

Wer den Überraschungseffekt hingegen liebt, der wird in den Boxen sicherlich noch das ein oder andere Schätzchen finden. Egal ob bei Love Goodly oder all den anderen Anbietern am Markt.

In der Werbung sieht das dann so aus:



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