Mäährry Christmas: Eine Ziege...und vier weitere grüne Weihnachtsideen

Mäährry Christmas: Eine Ziege...und vier weitere grüne Weihnachtsideen

von Thiemo Bräutigam

Der Christbaum ist nur gemietet, das Geschenk diesmal eine Ziege. Fünf grüne Ideen für Weihnachten, die Sinn machen.

„Und wenn die fünfte Kerze brennt, dann hast du Weihnachten verpennt“, so lautet ein bekannter Kinderreim für die Adventszeit. Vergangenen Sonntag haben wir schon die zweite Kerze angezündet, gerade noch genug Zeit also, um über Geschenke für die Lieben nachzudenken. Wie schon im vergangenen Jahr stellen wir Ihnen bei WiWo Green auch heuer wieder grüne Geschenkideen vor, die Freude machen.

Da gibt es nichts zu meckern

Einfach mal eine Ziege verschenken. Wie bitte? Ja, richtig gelesen! Die Initiative OxfamUnverpackt der gleichnamigen Entwicklungshilfeorganisation bietet Geschenke der etwas anderen Art. Ob Ziege oder Huhn, Latrine oder Klassenzimmer, eine sichere Geburt oder ein gedeckter Tisch – die Geschenke von OxfamUnverpackt sollen Menschen helfen, die kaum etwas besitzen.

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Und eine Ziege kann in einem Land wie Mosambik, einem der ärmsten der Welt, eine neue Lebensgrundlage bedeuten. Menschen, die unter Klimaextremen und Dürreperioden leiden, sollen die Möglichkeit bekommen, eine eigene Zucht aufzubauen und so nachhaltig Einkommen zu erwirtschaften.

Fazit: Ein sinnstiftendes Geschenk für diejenigen, die sowieso schon alles haben. Preis: 28 Euro. Alternativ: Ein Huhn – das kostet nur neun Euro.

Baum mieten statt wegwerfenNordmanntanne, Edelfichte oder doch Blaufichte? Der Christbaum ist zwar kein Geschenk, aber dennoch unverzichtbarer Bestandteil des Weihnachtsfests. Ungefähr 30 Millionen Weihnachtsbäume werden jedes Jahr in deutschen Wohnzimmern aufgestellt. Gut 40.000 Hektar Anbaufläche sind dafür nötig.

Bäume aus Monokulturen sind problematisch für die heimischen Ökosysteme und erfordern einen hohen Pestizideinsatz. Bis zu zwölf Jahre wächst ein Baum, um die Stube in der Weihnachtszeit zu dekorieren. Danach landen die meisten Bäume auf dem Osterfeuer.

Viel zu schade dachten sich Sebastian Schönfeld und Jan Wehmeyer von Happy Tree aus Düsseldorf. Daher vermieten sie Weihnachtsbäume, statt immer neue zu fällen. Der Baum der Wahl wird kurz vor Weihnachten in einem Topf geliefert, nach dem Fest abgeholt und wieder eingepflanzt. Frei nach dem Motto: Alle Jahre wieder!

Fazit: Schöne Idee, die ihren Preis hat: Zwischen 65 und 78 Euro kostet ein Mietbaum je nach Größe. Für Produzenten: Sie können künftig fair gehandelte Weihnachtsbäume von Fair Trees liefern.

Echter Duft statt Chemiecocktail

Nur noch ein paar Tage bis Heiligabend und immer noch kein Geschenk? In ihrer Verzweiflung greifen viele Menschen auf diesen Klassiker zurück: Das Parfum. Doch in den edlen Wässerchen stecken oft Substanzen, die zwar gut riechen aber nicht gesund sind. Viele dieser Stoffe können Allergien auslösen, auch schädliche Weichmacher können enthalten sein.

Zum Glück hat sich in der Naturkosmetik im vergangenen Jahr viel getan, den Öko-Muff hat sie längst hinter sich gelassen. Düfte wie Farfalla Uomo oder Aqua di Tao sind genauso elegant und wohlriechend, wie die von Chanel oder Hugo Boss.

Fazit: Duften kann man auch ohne Chemiecocktail. Preis: ca. 35 Euro. Wer sicher sein will, dass Kosmetika Gesundheit und Umwelt nicht belasten, achte beim Kauf auf das BDIH-Label.

Spielzeug aus natürlichem Material

Für Kinder ist Weihnachten das Größte. Den Baum schmücken, die Lieder, die Vorfreude und natürlich: Geschenke auspacken. Doch viele Spielsachen haben keine lange Lebensdauer und landen im Keller oder schlimmer noch, im Müll. Was für eine Ressourcenverschwendung. Warum nicht lieber zu Produkten greifen, die die Umwelt schonen?

Die Produktpalette für recycelte oder recyclebare Materialien und Spielsachen aus Naturstoffen ist riesig. Besonders beliebt sind Spielsachen aus Holz. Zum Beispiel die 63 sozialverträglich und fair in Deutschland hergestellten Regenbogenbauklötze von echtkind.

Fazit: Für die Kleinen nur das Beste. Preis: 49 Euro. Eine gute Übersicht mit den besten Spielzeugläden im Web bietet die Plattform Utopia. Alternativ: Selber basteln.

Die faire Version von AmazonIst noch nicht das Richtige dabei gewesen? Schauen Sie sich doch mal bei Fairmondo – ehemals Fairnopoly – um. Der Versandhandel sieht sich als faire Alternative zu Amazon. Allein die Kategorie Bücher bietet über 1,5 Millionen Artikel.

Fazit: Eine echte Alternative für den Online-Weihnachtseinkauf.

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Sie haben noch mehr grüne Geschenkideen? Schreiben Sie uns gern (thiemobraeutigam@gmail.com).

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