Polarmeer: Shell gibt Arktis-Bohrrechte an Kanada zurück

Polarmeer: Shell gibt Arktis-Bohrrechte an Kanada zurück

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Die Region ist ein wichtiger Lebensraum für große Meeressäuger, aber auch von Eisbären. (Foto: Hinrich Bäsemann/dpa)

Der Energiekonzern verzichtet auf seine Rechte zur Ölförderung. Ausschlaggebend sind wohl wirtschaftliche Gründe.

Es ist sicherlich keine Entscheidung aus reiner Umweltliebe, aber doch eine sehr gute Nachricht für die Natur. Der Energiekonzern Shell verzichtet auf seine Rechte zur Erkundung von Ölvorkommen in der kanadischen Arktis.

Das Unternehmen übertrug seine Lizenzen an die kanadische Umweltorganisation Nature Conservancy, die sie wiederum an die Regierung weitergab. Kanada plant ein 44.5000 Quadratkilometer großes Meeresschutzgebiet in der Region Lancaster Sound vor der Nordküste des Landes. Durch die Entscheidung von Shell könnte das Gebiet um weitere 8.600 Quadratkilometer wachsen. Die Region ist ein wichtiger Lebensraum für große Meeressäuger wie Walrosse, Robben, Narwale, Belugas und Grönlandwale, aber auch von Eisbären und Vögeln.

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Hauptgrund für Shell, seine Ölerkundungen einzuschränken, ist wohl vor allem der weltweit fallende Ölpreis. Umweltschützer begrüßten die Entscheidung. Der Vorsitzende der Naturschutzorganisation Nature Conservancy, John Lounds, sagte: "Gemeinsam unterstützen wir den Erhalt einer Region von außergewöhnlicher Schönheit, einer unglaublichen Artenvielfalt und einer großen ökologischen Bedeutung zum Nutzen der Kanadier und der künftigen Generationen."

Shell war in den letzten Jahren von Umweltschützern scharf für seine Ölexplorations-Aktivitäten in der Arktis kritisiert worden. Greenpeace wies darauf hin, dass die Arktis durch Aktivitäten von Ölkonzernen nach wie vor gefährdet sei.

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