Ratgeber: So reduzieren Eigenheimbesitzer ihren Wasserverbrauch

Ratgeber: So reduzieren Eigenheimbesitzer ihren Wasserverbrauch

Regen muss keine schlechte Laune verursachen. Wir zeigen warum.

An dieser Stelle werden wir bei WiWo Green nun regelmäßig Texte aus dem Magazin Energiesparen veröffentlichen, das zwei Mal im Jahr erscheint. Darin finden Hausbesitzer Tipps, wie sich teure Energie und Ressourcen sparen lassen. Das Thema an dieser Stelle: Regenwasser.

Nein, Regentage nerven ganz sicher nicht jeden. Der oftmals unbeliebte Niederschlag hat für eine steigende Zahl von Hausbesitzern einen echten Nutzen. Zum Beispiel reichen für die regelmäßige Bewässerung eines normal großen Gartens ein oder zwei Regentonnen, die unter den Fallrohren der Regenrinnen platziert werden.

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Die nächstgrößere Lösung ist ein Flachtank, den man in Eigenregie innerhalb von ein bis zwei Tagen relativ problemlos im Garten installieren und in Betrieb nehmen kann. Dabei wird der Tank knapp unter der Erdoberfläche im Garten vergraben. Die größte Variante ist eine Regenwassernutzungsanlage mit Speicher und Pumpe. Sie kann, je nach Größe, bis zu 5.000 Euro kosten.

Vor allem für die Größe des Speichers, aber auch die der Anlage gibt es eine Faustregel: Quadratmeter Dachfläche mal Abflussbeiwert (abhängig von der Dachneigung) mal Kubikmeter Niederschlag pro Jahr entsprechen dem Regenwasserertrag in Kubikmetern pro Jahr. Von besagtem Ertrag können im Schnitt 90 Prozent verwertet werden, der Rest wird zur Säuberung der Anlage benötigt.

Mit einer solchen Anlage lassen sich von den täglich in Deutschland pro Person verbrauchten 150 Litern Trinkwasser rund 80 Liter einsparen. Allein auf Toilettenspülung, Gartenbewässerung und Putzen entfallen etwa 60 Liter.

Über 50 Prozent Trinkwasser lassen sich einsparenAllerdings sind für den Anschluss an eine Nutzungsanlage lediglich die Dachflächen des Hauses und benachbarter Gebäude geeignet, Terrassen oder Einfahrten jedoch nicht. Wichtig: Trinkwasser und das wiederverwendete Regenwasser (Grauwasser) müssen über zwei separate Leitungen laufen.

Das über Fallrohre in den Erdtank geleitete Wasser wird vorgefiltert. Über eine Pumpe gelangt es zur Entnahmestelle. Aus Qualitätsgründen sollte die Entnahme rund 15 Zentimeter unter der Wasseroberfläche erfolgen, weil dort das sauberste Wasser zu finden ist. Zudem sollte der Speicher nicht zu groß sein, damit er regelmäßig überläuft und die verunreinigte Schwimmschicht weggespült wird.

Bei größeren Systemen wird vermehrt auf eine Kreiselpumpe verzichtet, da eine Drehzahlsteuerung den Stromverbrauch senkt. Oder es werden Pumpen mit Membran installiert, die effektiver arbeiten.

Noch ein Tipp: Wenn Regenwasser auf dem eigenen Grundstück versickert, werden geringere Versiegelungsabgaben und Abwassergebühren fällig. Je weniger Flächen auf dem Grundstück versiegelt sind (z. B. Asphaltdecken, Betonplatten oder Verbundpflaster), desto besser.

Dementgegen stehen begrünte Dächer, lose gepflasterte oder Schotter- und Kieswege sowie mit Rasengittersteinen verlegte Flächen. Allerdings darf im Unterboden keine stauende Tragschicht enthalten sein und durch die Versickerung dürfen keine Schadstoffe in Boden oder Grundwasser gelangen.

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