Recycling: Innenarchitekt kreiert Möbel aus Badewannen

Recycling: Innenarchitekt kreiert Möbel aus Badewannen

von Sabrina Keßler

Björn Hintze baut Möbel aus alten Badewannen. Damit will der Innenarchitekt nicht nur Wohnungen verschönern, sondern auch Recycling attraktiver machen.

Die Badewanne zu entsorgen, ist gar nicht so einfach. Ob sie aus Metall, Acryl oder Keramik ist, entscheidet darüber, wo sie landet – auf dem Sperrmüll oder auf dem Wertstoffhof. Recycelt werden alte Wannen nur selten.

Björn Hintze will das ändern. Vor zwei Jahren hat er dafür sein Projekt TubStyle ins Leben gerufen. Aus alten Badewannen, ausgedienten Stoffen und viel Farbe baut der Designer Möbel. Seine Vision: Recycling attraktiver machen.

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Die Idee überfiel ihn spontan. „Warum nicht einfach machen?“ So beschreibt Hintze die Anfänge sein außergewöhnliches Design-Projekt. „Jede Badewanne hat eine Geschichte und Spuren der Vergangenheit“, sagt Hintze, der eigentlich Kunst-Steinwände fertigt.

Nicht günstig, aber ein HinguckerBadewannen nach Gebrauch auf den Schrottplatz zu schicken, um sie dort energieaufwendig einschmelzen zu lassen, kommt für ihn nicht in Frage. Stattdessen will der Innen-Architekt sie als Möbel salonfähig machen und ihnen ein zweites Leben schenken, abseits von Quietscheentchen und Badeschaum.

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Zwischen 1250 Euro und 1980 Euro kosten seine Entwürfe. Ob Sofas, Regale, Tische oder Hocker – Hintze verspricht jedem Kunden ein individuelles Möbel. Vor allem bei den Badewannen, aber auch bei allen anderen Materialien und Stoffen legt der Designer wert auf Recycling. Die Gestelle fertigt er nur aus recyceltem Holz oder Metall, die Bezüge stammen zu 80 Prozent aus den Verschnitten großer Industrieunternehmen.

Anfang nächsten Jahres will er seine Designs das erste Mal der großen Öffentlichkeit präsentieren. Dafür sammelt er momentan fleißig Geld auf der Crowdfunding-Plattform Startnext. 13.000 Euro benötigt er für den Bau einer kleinen Fertigungshalle, der Vorfertigung von mindestens sechs Stühlen, Sesseln und einem Sofa und dem Messestand auf der Internationalen Möbelmesse (IMM) in Köln. Noch steht er mit seiner Kampagne allerdings ganz am Anfang: Bisher hat noch niemand in das Projekt investiert.

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