Schnell gemacht: Vier überraschende Tipps, wie Sie der Umwelt helfen

Schnell gemacht: Vier überraschende Tipps, wie Sie der Umwelt helfen

von Peter Vollmer

Wir versprechen: Von einem der Tipps haben Sie garantiert noch nicht gehört!

Tipps zum Klimaschutz sind oft ziemlich unpraktisch. Klar, regional kauft man ohnehin schon ein und strom- und wassersparende Haushaltsgeräte sind sicher gut, aber wenn alte Kühlschränke, Mikrowellen oder Duschköpfe noch funktionieren, will man sie ja auch nicht wegschmeißen.

Neben den altbekannten Möglichkeiten, der Umwelt etwas Gutes zu tun, haben wir aber noch ein paar Tipps parat, die selbst ausgebufften Energiesparfüchsen ein Lächeln ins Gesicht zaubern dürften! Und das Beste: Alles geht innerhalb weniger Minuten:

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1. Frieren Sie Suppe ein!Frisch gekochte Suppe aus regionalen Zutaten ist ökologisch und kulinarisch eine feine Sache, aber das wissen Sie sicher auch schon. Einfrieren sollte man Sie aus einem ganz anderen Grund: Damit können Sie Ihr Tiefkühlfach komplett ausfüllen.

Laut Öko-Institut wird pro 100 Liter Inhalt im Gefriergerät 20 bis 30 Prozent mehr Energie verbraucht. Das gilt auch für die Luft, die beim Öffnen entweicht - vor allem, wenn es sich nicht um eine Truhe handelt. Das kann man - im Gegensatz zur Dämmung - selbst ändern. Mit Suppe als variablem Kälte-Speicher!

Das zusätzliche Volumen hilft dabei, dass nach dem Öffnen weniger warme Luft eindringt und diese nach dem Schließen schneller kalt wird. Portale wie "Wie energiesparen" empfehlen zwar Styropor, was sicher auch flexibler einsetzbar ist, aber mal ehrlich: Ein leckeres Süppchen passt immer vor das eigentliche Mittagessen, wenn der Tiefkühlschrank mal überfüllt ist. (Alternativ können Sie auch Eiswürfel nehmen, oder Speiseeis - alles, was sich in Ihrem Haushalt flexibel wieder wegessen lässt.)

2. Schalten Sie den Bildschirmschoner ab!Was, Sie haben noch einen Bildschirmschoner? Das ist ein schlechtes Zeichen: Erstens brennt sich heute kaum noch etwas in moderne Monitore ein, zweitens sollten Sie diesen ausschalten. Egal, ob der schöne Fotos oder ästhetische Formen anzeigt - beides verbraucht unnötig Strom!

Dabei können Sie heutzutage dafür sorgen, dass sich der Monitor automatisch abschaltet, wenn sich einige Minuten lang nichts tut. Die entsprechenden Optionen heißen oft "Energieoptionen", oder "Energiesparen". Das hat fast jedes Betriebssystem - suchen Sie ruhig danach, wie es bei Ihnen heißt und wo Sie es finden. (Mit einer Suchmaschine, die Bäume pflanzt, wo wir schon dabei sind.)

3. Legen Sie Geld an!"Einen Luxemburger machen" hat es leider nicht in die Auswahl des Jugendwortes 2015 geschafft, geht aber trotzdem ganz einfach. Schieben Sie einfach ein wenig Geld hin und her. Damit können Sie auch etwas für's Klima tun  - wenn Sie nebenbei noch die Bank wechseln.

Da Sie auf Ihrem Sparbuch eh keine Zinsen bekommen, können Sie das Geld in Fonds investieren. Das gibt Rendite, auch die sogenannte soziale Rendite. Das bedeutet, dass bestimmte Fonds nicht in Kohlekraftwerke oder Waffenhersteller, sondern in Luftfilterfabrikanten und LED-Fabriken investieren. Die Verbraucherzentrale Bremen hat Ende 2014 herausgefunden, dass eine Investition von 1.000 Euro in die richtigen Fonds bis zu 79 Prozent Treibhausgase einsparen kann.

Verglichen mit dem schlechtesten Fond sind das Einsparungen von 740 Kilogramm CO2. Dafür können Sie einmal vom Nordkap nach Neapel fahren, rechnet die Triodos Bank seither genüsslich vor (deren Fonds am besten abschneidet). Anbieter wie die Allianz oder die GLS Bank (je 68 Prozent Ersparnis) sind keine Unbekannten, das Ausfallrisiko dürfte je nach Produkt nicht geringer sein als bei der Konkurrenz.

4. Wechseln Sie den Kaffee!

Geschmack kann keine Ausrede sein: Die Kaffeemarke hat Einfluss auf Arbeitsbedingungen, Bodenqualität und Abfallmenge. Das Internetportal Rank a Brand hat sich deshalb die Marken angeschaut. Vorne im Ranking tummeln sich natürlich die üblichen Verdächtigen (GEPA, Lebensbaum), aber nicht nur Öko-Spezialisten schneiden gut ab. Mit Tchibo setzt sich auch eine bekanntere Marke ins Mittelfeld ab. Die letzten Plätze zeigen übrigens: Die beste Werbung hilft nicht, wenn man bei den Rohstoffen nicht verantwortungsvoll arbeitet.

Übrigens ist der Test auch für Tee-Trinker aufschlussreich. Andere Branchen beleuchtet etwa der Nachhaltigkeits-Index SIS - die Ergebnisse für Banken, Unterhaltungselektronik, Fast-Food-Ketten und Tiefkühlkost-Hersteller finden Sie auf WiWo Green.

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