Softdrinks: 180.000 Menschen sterben jährlich durch Süßgetränke

Softdrinks: 180.000 Menschen sterben jährlich durch Süßgetränke

von Jürgen Klöckner

Sind Coca-Cola, Fanta und Co. tödlich? Eine Studie der US-Universität Harvard sagt: ja.

Ein Liter Coca-Cola enthält mehr Zucker als mancher pro Monat in seinen Kaffee schüttet: 108 Gramm, das sind 36 Zuckerwürfel. Dass das nicht gesund sein kann - kein Geheimnis. Doch ist es auch tödlich?

Laut einer Studie der Harvard School of Public Health lautet die Antwort: ja. Die Forscher haben herausgefunden: Jährlich sterben rund 180.000 Menschen an übermäßigem Konsum von Süßgetränken, davon alleine 25.000 in den USA.

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Für die Studie sammelten die Forscher über fünf Jahre hinweg Daten aus 144 Ländern und zählten zu Süßgetränken nicht nur Limonaden, sondern auch Fruchtsäfte und Sportgetränke. Sie enthalten oft einen hohen Zuckeranteil, den viele unterschätzen.

Besonders in Ländern mit niedrigen und mittleren Einkommen wird davon verhältnismäßig viel getrunken. „Das ist nicht nur ein Problem der reichen Staaten“, sagte Co-Autor der Studie Dariush Mozaffarian im Interview mit CNN. Dreiviertel aller weltweiten Todesfälle verorten die Forscher in Entwicklungs- und Schwellenländern. So seien auch nicht die USA, sondern Mexiko der traurige Spitzenreiter der Studie. Hier gibt es die meisten Todesfälle pro Einwohner.

"Sensationsmacherei"Die Forscher fanden zudem heraus, dass vor allem jüngere Menschen davon betroffen sind. In den USA stirbt etwa jeder zehnte unter 45 Jahren an den Folgen von Cola, Fanta und Co. In anderen Ländern sei das ähnlich.

In der Studie untersuchten die Forscher die Korrelation zwischen dem Konsum von Süßgetränken und die Zahl derer, die an den Folgen von Fettleibigkeit starben. So konnten sie den übermäßigen Konsum in Verbindung mit verschiedenen Todesursachen bringen. An Diabetes starben 133.000 Menschen weltweit. 44.000 erlagen einem Herzleiden und 6.000 Krebs, hervorgerufen durch Fettleibigkeit.

Der Verband der amerikanischen Getränkehersteller wies die Studie als unwissenschaftlich zurück. Sie sei lediglich „Sensationsmacherei“.

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