Städte: London eröffnet größte Solarbrücke der Welt

Städte: London eröffnet größte Solarbrücke der Welt

von Benjamin Reuter

Eine Brücke über der Themse wird zum Solarkraftwerk. Sie liefert laut dem Betreiber genug Strom, um pro Tag 80.000 Tassen Tee zu kochen.

London schickt sich an, so etwas wie ein Vorreiter beim nachhaltigen Städtebau zu werden. Die Metropole will in den kommenden Jahren eine Milliarde Pfund in teilweise spektakuläre Fahrradinfrastruktur investieren - jetzt kommt auch noch ein Vorzeigeprojekt im Bereich erneuerbare Energien dazu. Vor einigen Tagen hat Network Rail, der Nachfolger der staatlichen Eisenbahngesellschaft Großbritanniens, die nach eigenen Angaben größte Solarbrücke der Welt eröffnet.

Der Themse-Übergang hat insgesamt 4400 Solarpanele auf dem Dach und liefert rund die Hälfte des Stroms für den Blackfriars-Bahnhof, den pro Jahr mehr als 10 Millionen Passagiere nutzen. Knapp eine Million Kilowattstunden Elektrizität soll die 1,1 Megawatt starke Anlage jährlich produzieren.

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Und wie sollte es bei den Engländern anders sein, wurde die Leistung der Sonnenfänger in ein anschauliches Bild umgerechnet: Die Module liefern genug Strom, um damit täglich 80.000 Tassen Tee zu kochen.

Zwei Jahre lang hat das britische Solarunternehmen Solarcentury gebraucht, um die Zellen auf das Dach der Brücke zu schrauben. Das Projekt ist Teil des 6,5 Milliarden Pfund teueren "Thameslink"-Programms, das den Zugverkehr in Londons Innenstadt verbessern soll. Über den Preis der Solarbrücke schweigen die Projektpartner. Sie soll aber die Betriebskosten für den Bahnhof senken.

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