Tief Durchatmen: Grünes Hotel macht die Luft in der Umgebung besser

Tief Durchatmen: Grünes Hotel macht die Luft in der Umgebung besser

Ein chinesisches Hotel soll komplett begrünt werden - und damit zu den umliegenden Wäldern passen.

Städte in Smogwolken, die am helllichten Tag den Himmel verdunkeln, und Menschen mit Atemschutzmasken - wenn man an China und Umwelt denkt, kommen einem schnell negative Bilder in den Sinn. Doch es geht auch anders. Das beweist ein aktuelles Projekt im Reich der Mitte. Im Südwesten des Landes entsteht ein grünes Hotel mit 250 Zimmern, das die Luft in seiner Umgebung verbessern soll.

Das soll eine grüne Fassade möglich machen, die das renommierte Mailänder Architektenbüro Stefano Boeri entworfen hat. Das Hotel in der Wanfenglin-Region mit dem wenig fantasievollen Namen "Verticale forest Mountain Hotel" soll nicht nur komplett bepflanzt, sondern auch in einem Hügel errichtet werden. Damit passt sich das Gebäude der Region in der Provinz Guizhou an, die übersetzt Wald der zehntausend Gipfel heißt.

Anzeige

Mit Boeri ist ein Vorreiter in Sachen begrünte Architektur am Werk. Für den Bosco Vertikale, einen grünen Wohnturm mitten in Mailand, hat er 2014 den internationalen Hochhauspreis erhalten. Obwohl das Projekt seinerzeit nicht unumstritten war.

Mit einem Konzept für ein grünes Hochhaus in Lausanne hat er einen weiteren Wettbewerb für sich entscheiden können. Im nächsten Jahr sollen die Entwürfe dort umgesetzt werden. Um die Inneneinrichtung des grünen Hotels kümmert sich der lokale Künstler Simon Ma. Neben den 250 Zimmern gehört dazu auch die Ausstattung von Fitnessraum, Bar, Restaurant, VIP-Bereich und Konferenzräumen.

Und auch in China hat Boeri dieses Jahr noch ein weiteres Projekt geplant: In der ehemaligen Börse von Shanghai soll ein chinesisch-italienisches Designzentrum entstehen. Auch dieses soll natürlich adäquat begrünt werden, allerdings eingebettet in die alte Bauweise des Gebäudes.

Mit dem grünen Hotel dürfte der Architekt noch etwas länger beschäftigt sein. Die Gegend, in der es gebaut werden soll, war bis vor zwei Jahren noch so dicht bewaldet, dass sie kaum zugänglich war, schreibt das Portal Inhabitat. Nun hat die Regierung es touristisch erschlossen - und es wäre ja schön, wenn wenigstens etwas Wald bleiben würde, wenn auch nur als Fassade.

Anzeige
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%