UN-Studie: Klimawandel könnte zum Wachstumsmotor werden

UN-Studie: Klimawandel könnte zum Wachstumsmotor werden

von Lisa Hegemann

Auf der UN-Konferenz in Paris sollen Lösungen gegen den Klimawandel gefunden werden. Davon würde laut einer Studie auch die Industrie profitieren.

Auf der Klimakonferenz in Paris wird es am Ende nicht nur darum gehen, wie wir die Erderwärmung stoppen. Auch für die Industrie wird die Entscheidung der Politiker eine deutliche Auswirkung haben. Das zeigt eine aktuelle Studie der UN-Organisation Global Compact und der Beratung Accenture.

Der Kampf gegen den Klimawandel könnte demnach ein Wachstumsmotor für die Wirtschaft werden. So sieht es zumindest ein Großteil der Führungskräfte in Europa. 70 Prozent der Manager aus Unternehmen mit einem Umsatz von mindestens einer Milliarde Euro glauben einer Umfrage zufolge, dass die Erderwärmung für ihren Betrieb Wachstum und Innovationen bedeutet. Zwei von drei (67 Prozent) sehen auch klare Investitionsmöglichkeiten in dem Bereich.

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Nur Entscheidungen für die nächsten Jahrzehnte helfenUm weitere neue Geschäftsmodelle zu fördern, muss nach Ansicht der Führungskräfte aber eine Bedingung erfüllt werden: Drei von vier Managern (74 Prozent) geben an, dass emissionsarme Lösungen nur dann eine Chance haben, wenn die Politik auf dem UN-Klimagipfel in Paris langfristige Entscheidungen trifft.

Für die Studie haben Global Compact, die eine soziale Globalisierung vorantreiben will, und Accenture 750 Manager befragt. Die Führungskräfte stammen aus 121 Ländern weltweit, ihre Unternehmen sind im Netzwerk von Global Compact aktiv.

„Unsere Ergebnisse zeigen klar, dass Führungskräfte sich verpflichten, voranzugehen“, sagt Lise Kingo, Executive Director bei Global Compact. Die Wirtschaft könne eine „zentrale Rolle“ spielen, um gemeinsam auf Nachhaltigkeitsziele hinzuarbeiten und den Klimawandel zu stoppen.

Privatwirtschaft muss mehr investierenDie Politik wird darauf einen entscheidenden Einfluss haben. Der Umfrage zufolge sagen 66 Prozent der Manager, dass die Privatwirtschaft noch nicht genug macht, um den Klimawandel zu stoppen. 91 Prozent sehen den Kampf gegen die Erderwärmung aber als „dringende Priorität“ für ihr Geschäft. Nur 34 Prozent sehen allerdings die Politik auch auf dem Weg zu einer nachhaltigeren Welt.

Die Botschaft ist klar: Damit die Privatwirtschaft mehr investiert, darf es in Paris nicht um die nächsten paar Jahre gehen, sondern es muss um die nächsten Jahrzehnte der Klimapolitik gehen. Doch was genau können die Staatsfrauen und -männer machen?

Dafür haben Global Compact und Accenture 75 Geschäftsführer befragt, die in der Initiative Caring for Climate aktiv sind. Drei Viertel der Manager halten die Preisgestaltung bei Kohlenstoff im Kampf gegen den Klimawandel für ein wichtiges Werkzeug. 82 Prozent glauben, dass es eine klare Linie einer Regierung zu dem Thema brauche, 84 Prozent, dass Kohlenstoffmärkte emissionsarme Innovationen und grüne Investments fördern.

Interessant: Jeder dritte Manager gibt zudem an, dass man nicht länger fossile Kraftstoffe nutzen oder zumindest einen Weg finden sollte, um langsam ohne sie auszukommen. Jetzt muss nur noch die Politik den ersten Schritt machen.

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Accenture zählt zu den Sponsoren von WiWo Green. Dieser Beitrag ist redaktionell unabhängig entstanden.

 

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