UNICEF-Projekt: Zehn Minuten ohne Handy bringt einem Kind Trinkwasser

UNICEF-Projekt: Zehn Minuten ohne Handy bringt einem Kind Trinkwasser

von Nora Marie Zaremba

Wer zehn Minuten auf sein Smartphone verzichtet kann die Trinkwasser-Situation von Kindern verbessern.

Kommen Sie zehn Minuten ohne Ihr Handy aus? Das ist natürlich viel verlangt  - wo Sie doch immer erreichbar sein müssen oder sich mit Apps angenehm die Zeit vertreiben können. Aber dieses Mal lohnt es sich, wirklich!

Für jeden, der sein Handy im März zehn Minuten nicht anrührt, spendet die Parfüm-Sparte von Giorgio Armani einen Geldbetrag, um ein Kind einen Tag lang mit frischem Trinkwasser zu versorgen.

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Handy weg - und Armani spendetIns Leben gerufen wurde die Aktion vom UNICEF TAP Projekt. Die Idee dahinter: Menschen geben etwas auf, was sie gewohnt sind. Dafür ermöglichen sie anderen Menschen das wertvollste Gut: sauberes Trinkwasser. Nach Schätzungen von UNICEF - einer Unterorganisation der vereinten Nationen, die sich im das Wohl von Kindern kümmert - haben fast 800 Millionen Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser.

Und so funktioniert es: Man navigiert sich mit dem Handy zu uniceftapproject.org und folgt den Anweisungen. Dann vertreibt man sich die nächsten zehn Minuten ganz angenehm - ohne Handy. Für diesen Zeitraum ohne Handy spendet der Sponsor bei der Aktion 25 Dollar-Cent. Zusammen mit anderen Geldgebern sollen so immerhin 175.000 Dollar durch die Aktion zusammenkommen.

Die Seite prüft den jeweiligen Handy-Sensor und stellt so sicher, dass es weder bewegt noch benutzt wird. Auf dem Handy-Display erscheinen dann Infos über Trinkwasserprobleme in den über 100 Ländern, in denen das Projekt tätig ist. Auch kann man später verfolgen, wie viele Leute in welcher Stadt gerade ebenso aufs Handy verzichtet haben wie man selbst. Muss man doch mal an einen dringenden Anruf annehmen, läuft die Zeit danach einfach weiter.

Die zehn handyfreien Minuten können beliebig oft durchgespielt werden. Neben dem guten Zweck, dem das Projekt dient, zeigt die Aktion vielleicht auch einen Weg, den "Entwicklungshilfe" Seitens der Unternehmen künftig nimmt. Denn die Aktion ist Werbung für die Unternehmen - und im Zusammenhang mit einem guten Zweck, ist sie noch wirkungsvoller beim Kunden.

Im Vergleich mit sündhaft teuren Fernsehkampagnen ist das sicherlich nicht die schlechteste Form der Werbung. Also, Handy weg und los geht’s!

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