Urban Farm Pods: Die Garten-Kugel für die Terrasse

Urban Farm Pods: Die Garten-Kugel für die Terrasse

von Robyn Schmidt

Die neuste Idee, Landwirtschaft in die Stadt zu bringen, ist der Urban Farm Pod. Auf der Sphäre kann man Gemüse pflanzen und Zellkulturen züchten.

Wenn es um Urban Farming geht, ist der Kreativität kaum eine Grenze gesetzt. Unzählige Ideen und Konzepte gibt es schon, um die Landwirtschaft auch in die Stadt zu bringen. Da waren beispielsweise die Hochhaus-Farmen in New York und Berlin, Farmen im Luftschutzbunker oder im Terrarium. Alles nette Ideen und Einzelprojekte, wirklich durchsetzen konnte sich bisher allerdings noch keine davon. Aber die neuste Idee ist schon da, und diesmal ist sie kugelförmig: der Urban Farm Pod.

Das Non-Profit-Designstudio Terreform One hat einen Prototyp des Urban Farm Pods entwickelt und bereits vorgestellt. Der Pod ist eine Sphäre bestehend aus Panels, in denen man sein Gemüse anpflanzen kann. Die Panels kann man alle einzeln abnehmen oder hinzufügen, sodass man den Pod flexibel und in unterschiedlichen Größen zusammenbauen kann. Außerdem kann man ihn so auch leicht auseinandernehmen und transportieren.

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Klassisches Gemüse und ZellkulturenIn jedem Panel sind vier Pflanz-Plätze. Der Mittlere ist für "klassische" Sachen wie Gemüse oder Gräser. In den drei Plätzen drumherum kann man Zellkulturen kultivieren und sie dann statt Samen zum Züchten von Gemüse in den mittleren Töpfen benutzen. Zum Bewässern gießt man einfach Wasser oben auf den Pod, das dann dank der Schwerkraft von Panel zu Panel weiter fließt. Das Restwasser sammelt sich in einer Zisterne am Boden des Pods und wird wieder nach oben gepumpt. "Im Prinzip gießt man Wasser auf den Kopf und der Rest passiert von alleine", sagt Mitchell Joachim, Mitgründer von Terreform One.

Zusätzlich kann man die Kugelfarm noch mit verschiedenen Systemen modifizieren, um ihn an äußere Gegebenheiten wie etwa Lichtbedingungen anzupassen. Was genau das für Systeme sind, sagt das Design Studio noch nicht. Wie es den Pflanzen im Urban Farm Pod gerade geht kann man immer im Internet überwachen. Eine Monitoring-Software schickt Informationen über deren Gesundheitszustand an das Web.

In Zukunft soll der Pod selbst wachsenDen Pod kann man sich auf den Balkon, das Dach oder in Stadtparks stellen. Und dort dient er nicht nur zum Anpflanzen von Gemüse. Durch ein Loch in der Hülle kann man auch in das Innere der Kugel klettern und ihn als grünen Sessel oder stillen Rückzugsort nutzen.

Noch ist der Urban Farm Pod ein Prototyp, doch für die Zukunft hat Terreform One noch einiges mit der Farmsphäre vor. Sie hoffen, in kommenden Modellen die Strukturen selbst natürlich wachsen lassen zu können und so die biologischen und mechanischen Elemente stärker zu vernetzen. Der Pod soll ein Objekt werden, das symbiotisch wächst und sich verändert.

Die Idee ist Teil des Plug-In Ecology Projekts von Terreform One. "Die Menschen vermissen die Beziehung, die wir früher zum Essen hatten, als wir es noch selbst gepflanzt und geerntet haben", sagt Joachim. "Das Plug-In Ecology Projekt und der Urban Farm Pod sollen genau das wieder machen." Ob und wann die Idee des Urban Farm Pods über einen Prototyp hinausgeht, ist allerdings noch unklar.

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