Wissen in GIFs: Warum ein Klimaabkommen immer wieder scheitert

Wissen in GIFs: Warum ein Klimaabkommen immer wieder scheitert

von Thiemo Bräutigam

Der Welt-Klimabericht der UN wird Grundlage künftiger Klimapolitik. Wieso sie bisher scheiterte, erklären wir in GIFs.

Der fünfte Klimareport der Vereinten Nationen, der heute in voller Länge erscheint, bietet viel Diskussionsstoff. Er gilt weltweit als Grundlage für Klimaverhandlungen. Schon im November treffen sich wieder Diplomaten in aller Welt, um ein neues Papier auszuarbeiten - diesmal ausgerechnet im Kohleland Polen.

Leider haben die UN-Klimakonferenzen bisher nicht gerade mit Erfolgen geglänzt. Das Kyoto-Protokoll zum Klimaschutz ist derzeit weit davon entfernt, irgendwo begeisterungsstürme auszulösen  - ein neues Abkommen ist deshalb nicht in Sicht. Aus Anlass des jüngsten IPCC-Berichts suchen wir nach Erklärungen, warum politisch nichts vorangeht. Das Scheitern in GIFs:

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Die Beziehungen zwischen den USA und China gelten als Schlüsselfaktor für ein erfolgreiches Klimaabkommen. Beide Länder emittieren zusammen einen Großteil der Klimagase. Die Folge: Es wird wärmer, Stürme nehmen zu und der Meeresspiegel steigt uns bis unter die Decke. Aber jedes Mal, als man kurz vor einer Einigung stand, kam etwas dazwischen:

Die Amerikaner wollen nur unterzeichnen, wenn die Chinesen als zweite Großmacht es ebenfalls tun. Die sehen sich aber als armes Entwicklungsland und sind ziemlich sauer über die Arroganz der USA:

Während sich die beiden Streithähne auf den Klimakonferenzen munter zankten, sah der Rest der Welt immer fassungsloser zu. Doch einige wenige leisten Widerstand und wollen beide Parteien versöhnen. Europa setzte sich in der Vergangenheit ambitionierte Klimaziele, Deutschland vorneweg mit seiner Energiewende. Aber was bringt das schon? Laut einer Studie verzögert sie den Temperaturanstieg in den kommenden 87 Jahren gerade Mal um 16 Tage. Spiegel-Kolumnist Jan Fleischhauer schreibt dazu: "Man muss sich das mal vorstellen: Wir bauen wie die Irren Windräder, und alles, was wir bis Armageddon erreichen, ist ein Aufschub von zwei Wochen."

Lösungsansätze scheint es wie Sand am Meer zu geben: Deckelung der CO2-Emissionen, Ausbau der Erneuerbaren, Verzicht auf fossile Energieträger und jeden Tag neue Innovationen von genialen Wissenschaftlern. Regierungschefs können die vielen Optionen auch Mal überfordern, wie dieses Baby hier:

Und wenn das alles nicht schnell genug geht? Dann bleibe noch das Geoengineering durch riesige Algenteppiche oder künstliche Vulkanausbrüche, um dem Klimawandel entgegenzuwirken. Bill Gates ist ein großer Fan dieser Megalösungen. Die Gefahr. Man könnte über das Ziel hinausschießen:

Was sicher ist: Der Klimawandel ist eine tickende Bombe, wenn man den allermeisten verfügbaren Berichten glaubt. Das verzwickte daran ist, dass niemand weiß, wie viel Zeit der Welt tatsächlich noch bleibt. Wir sollten uns aber beeilen:

Ach, und manche behaupten ja, den Klimawandel gebe es gar nicht. Was sei daran schon so schlimm, wenn es einige Grad wärmer würde?, fragen sie. Und warum ist die Temperatur auf der Erdoberfläche seit mehr als 10 Jahren nicht mehr gestiegen? Die Stimmen dieser Klimaskeptiker werden immer lauter. Wer den neuen IPCC-Bericht aber allzu stark kritisiert, endet schnell so:

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