Wohnen: Dieses Biohaus hat "essbare" Wände

Wohnen: Dieses Biohaus hat "essbare" Wände

von Nora Marie Zaremba

Recycelbar, Mini-Garten an der Wand, eigene Energieversorgung – fertig ist das klimafreundliche Fertighaus.

CO2-arme Häuser sind mittlerweile keine Besonderheit mehr. Manche Typen, wie das B10 des deutschen Architekten Werner Sobek, stellen sogar mehr Energie her, als sie selbst verbrauchen.

Was dieses nachhaltige Minihaus der australischen Architekturfirma ArchiBlox besonders macht, sind seine Details.

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Das kleine Haus ist als eine Art Baukastenhaus gedacht. Mit seinen komplett recycelbaren Wänden ist es in nur zwei Monaten aufgebaut. Die Platten seien ohne die Verwendung von Formaldehyd-haltigen Klebern gefertigt, werben die Architekten.

Ein besonderes Details sind die bepflanzten Wände. Im Inneren ganz bewusst als essbare Gärten angelegt, sollen sich die Bewohner bis zu einem gewissen Grad selbst mit Gemüse und Kräutern versorgen können.

Durch zwei große Fensterfronten bekommt die Wandnahrung auch immer genug Sonne ab. Bepflanzte Außenwände hingegen blockieren die Sonne und verhindern so, dass es im Sommer zu heiß wird.

Rohre im Boden transportieren frische Luft in die Zimmer. Natürlich fehlt auch eine fünf Kilowatt starke Solaranlage auf dem Dach nicht. So kommt das Haus ganz ohne Energie für Klimaanlage und Heizung aus.

„In seiner Lebensspanne stößt das Haus rund 1000 Tonnen weniger Kohlenstoffdioxid aus als unsere anderen Modelle“, sagt ArchiBlox Architekt Bill McCorkell. Das Unternehmen ist auf leicht zu bauende Fertighäuser spezialisiert.

Der Prototyp steht zurzeit mitten auf einem Platz im australischen Melbourne und ist für Besucher zugänglich. Bald sollen die CO2-armen Fertighäuser auch zu kaufen sein. Die Kosten für die Standardausstattung liegen bei etwas unter 100.000 Euro.

Das ist sicher kein Schnäppchen, aber wer viel Geld für Energiekosten spart, hat zumindest einen kleinen Teil des Geldes in ein paar Jahren wieder hereingeholt.

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