News: Belgische Pannenmeiler bleiben am Netz, Philippsburg darf noch nicht

News: Belgische Pannenmeiler bleiben am Netz, Philippsburg darf noch nicht

Belgien will die AKW Doel und Tihange weiter betreiben, trotz einer deutschen Bitte um Abschaltung.

Die einen Atomkraftwerke würde Deutschland gerne abschalten, das andere bleibt vom Netz: Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) hatte die belgische Regierung zu Wochenbeginn dringend gebeten, die beiden betroffenen Reaktoren vom Netz zu nehmen. Belgien lehnte allerdings ab.

Für die taz ist der deutsche Vorstoß ungewöhnlich, solch eine Bitte habe es nämlich bislang nicht gegeben. Hendricks berufe sich für ihre Bitte auf einen Bericht der deutschen "Reaktorsicherheitskommission" (RSK). Demnach ist zwar der Normalbetrieb der AKWs kein Problem. Unsicher bleibe aber, wie sicher die Anlagen bei einem möglichen Störfall wären. Über die Blöcke Tihange 2 bei Lüttich und Doel 3 bei Antwerpen gibt es schon länger Debatten. Nicht nur wegen ihres hohen Alters, sondern vor allem wegen zahlreicher Vorkommnisse, etwa Rissen in den Reaktordruckbehältern.

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Keine Risse, aber dafür vorgetäuschte Kontrollen hatte es in dem von EnBW betriebenen AKW Philippsburg gegeben. Deshalb darf das Kraftwerk vorerst nicht wieder ans Netz - es war wegen einer planmäßigen Revision ohnehin abgeschaltet. Wie Spiegel Online berichtet, erließ das baden-württembergische Umweltministerium eine entsprechende Anordnung. Man halte auch nach der fristgerecht eingegangenen Stellungnahme von EnBW daran fest, dass die Anlage nicht ohne Weiteres wieder in den regulären Betrieb gehen könne, teilte das Ministerium mit.

 

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