News: Deutsche Agrarpolitik behindert ökologische Reformen in Europa

News: Deutsche Agrarpolitik behindert ökologische Reformen in Europa

Umwelt-Experten kritisieren Deutschlands Agrarpolitik.

Der Sachverständigenrat für Umweltfragen hat am Dienstag das Umweltgutachten 2016 veröffentlicht und darin die deutsche Agrarpolitik heftig kritisiert. Während Deutschland beim Umweltschutz in anderen Bereichen eine Vorreiterrolle einnehmen kann, ist sie Agrarpolitik für die Experten ein „Negativbeispiel“.

In dem Bericht bemängeln sie vor allem den übermäßigen Einsatz von Pestiziden. Die Experten fordern eine Abgabe auf Pflanzenschutzmittel sowie Pufferzonen, in denen keinerlei Pflanzenschutzmittel angewendet werden dürfen, zum Beispiel an Gewässern und Feldrändern.

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Darüber hinaus habe die Bundesrepublik im Agrarsektor auf eine Abschwächung von Bemühungen der EU-Kommission gedrängt und auch national Spielräume nicht ausgereizt. "Hier fehlt bereits ein breiter Konsens für eine umweltgerechte und zukunftsfähige Landwirtschaft", heißt es in dem Gutachten.

Insgesamt bescheinigen die Verfasser Deutschland gute Voraussetzungen, ein globaler "Vorreiter der Transformation" zu werden. Dazu zählen ein starkes Innovationssystem, eine große Wirtschaftskraft und eine breite gesellschaftliche Unterstützung für aktive Umweltpolitik. Die Experten fordern eine "anspruchsvolle und integrative Umweltpolitik". Der Sachverständigenrat für Umweltfragen berät die Bundesregierung in Fragen der Umweltpolitik. Ihm gehören sieben Experten verschiedener Fachrichtungen an.

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