News: Energiepreise auf Rekordtief

News: Energiepreise auf Rekordtief

Niedrige Energiepreise in Deutschland, hohe Radioaktivität in Japan und Betrug an den Messständen der EU - unsere Presseschau.

Energiekosten: 2015 wird - auch wenn es sich anders anfühlen mag - wohl zum Rekordjahr werden, was die Preise für Energie angeht. Bis November sind die Energiepreise um 6,6 Prozent gesunken, berichtet Zeit Online mit Verweis auf Agora. Im Dezember werde sich dieser Trend fortsetzen. Die Preise sinken damit so stark wie seit mehr als 25 Jahren nicht mehr - was natürlich auch am hohen Vorjahresniveau liegt. Der Strompreis war zehn Jahre in Folge nicht gesunken. Haupttreiber des Preissturzes sind allerdings die niedrigen Kosten für Öl und andere fossile Brennstoffe.

Emissionen: Der Umweltausschuss des EU-Parlaments lehnt verwässerte Abgaswerte für Dieselfahrzeuge ab. Doch im Plenum droht eine Niederlage. Zu groß sei der Einfluss der Autolobby, schreibt die taz. Zudem würden Fahrzeuge von Mercedes und BMW in Tests überhöhte Werte zeigen. Die Hersteller bestreiten die Probleme – und bedrohen Prüfer und Medien.

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Fukushima: In Japan beträgt der Grenzwert für Cäsium in Trinkwasser 10 Becquerel pro Kilogramm, eine EU-Verordnung schreibt 100 Becquerel fest. Warum ist das interessant? Der Fukushima-Betreiber Tepco hat durch Erdarbeiten im August 2013 etwa 300 Milliarden Becquerel des radioaktiven Isotops Cäsium-137 freigesetzt, die vom Wind weitergetragen wurden. Das ergibt eine deutsch-japanische Untersuchung, die in der aktuellen Dezember-Ausgabe der Fachzeitschrift Environmental Science & Technology veröffentlicht wird. Die Forscher kommen zu dem Schluss, dass Tepco einfachste Vorsichtsmaßnahmen (Abdeckungen mit Planen zur Staubunterdrückung, Warten auf günstige Windverhältnisse) unterlassen habe, berichtet die taz.

Energiesparlampen: Hersteller haben wohl über Jahre EU-Vorschriften ausgenutzt und hohe Toleranzen bei den Verbrauchsangaben auf die tatsächliche Leistung aufgeschlagen, berichtet die Süddeutsche Zeitung. Der EU sei sogar bekannt, dass viele Leuchtmittel mehr Strom verbrauchen und weniger Licht liefern, als auf der Verpackung angegeben - schärfere Richtlinien lassen aber noch auf sich warten.

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