News: England baut teuerstes Atomkraftwerk aller Zeiten

News: England baut teuerstes Atomkraftwerk aller Zeiten

von Benjamin Reuter

Strompreise könnten in einigen Regionen auch 2015 weiter steigen, Lego will nicht mehr mit Shell zusammenarbeiten und weitere Meldungen.

Kernenergie: Nun ist es fix. Der EU-Wettbewerbskommissar hat gestern, kurz vor seinem Amtsende, die staatlichen Beihilfen in England für das geplante Atomkraftwerk in Hinkley Point durchgewunken. Jetzt steht dem Bau nichts mehr im Weg. Beachtlich ist nicht nur die Aktion kurz vor Torschluss, sondern auch der Preis der zwei neuen Reaktoren. Rund 30 Milliarden Euro soll der Koloss mit 3,2 Gigawatt Leistung kosten. Es ist damit wohl das teuerste Atomkraftwerk aller Zeiten. Zum Vergleich: Zwar kostete der Drei-Schluchten-Staudamm in China mehr als doppelt so viel. Doch das integrierte Wasserkraftwerk bringt es auf fast 19 Gigawatt Leistung. Die britischen Bürger werden für den Strom aus Hinkley Point pro Kilowattstunde über einen Zeitraum von 35 Jahren rund elf Eurocent zahlen, plus einen Inflationsausgleich. Wenn das Projekt scheitern sollte, haftet der Staat für die Baukosten. Der französische Staatskonzern und Bauträger des Kraftwerks EdF kann sich auf die Schulter klopfen: Erfolgreicher hat wohl nie ein Energieunternehmen verhandelt. Details zur Förderung des Kraftwerks gibt es in einem EU-Papier unter diesem Link. (Spiegel)

Lego: Der Spielzeughersteller will künftig nicht mehr mit dem Öl- und Gaskonzern Shell zusammenarbeiten. Greenpeace hatte in den vergangenen Monaten eine Kampagne gestartet, die sich dafür einsetzt, dass Lego die Zusammenarbeit beendet. Bisher gab es an Tankstellen Lego-Figuren mit Shell-Logo zu kaufen. (Guardian)

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Umweltschutz: Südafrika sucht Käufer für 500 Nashörner. Die sollen zwar nicht an Privatleute gehen, aber mit der Patenschaft sollen die Tiere an einen sicheren Ort gebracht werden. Die Wilderei setzt den Beständen derzeit stark zu. (Guardian)

Tierarten: Forscher haben in Peru sechs neue Arten entdeckt. Darunter vier Frösche aber auch ein im Wasser lebendes Säugetier. (Mongabay)

Strompreise: Kaum gibt es Nachrichten, dass die EEG-Umlage erstmals sinkt, da steht schon an anderer Stelle eine Preiserhöhung an. Auf Stromkunden kommen im nächsten Jahr vermutlich steigende Preise für die Netznutzung in drei deutschen Regelzonen zu. Laut dem Informationsdienstleister Get AG erhöhen sich die Kosten – Entgelte für Messung, Messstellenbetrieb und jährliche Abrechnung ohne Spannungswandlung – bei drei Übertragungsnetzbetreibern. (Energiespektrum)

Energiewende: Vor dem Treffen zwischen Gabriel und Seehofer zum Stromtrassenstreit fordern die Grünen ein Einlenken des CSU-Chefs. Der sei auf einer "energiepolitischen Geisterfahrt". (Die Zeit)

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