News: Frankreich will neue Atomkraftwerke bauen

News: Frankreich will neue Atomkraftwerke bauen

von Benjamin Reuter

CO2-Ausstoß aus Europas Kraftwerken sinkt um acht Prozent, Indien plant gigantische Fabrik für Solaranlagen und weitere Meldungen.

Frankreich: 2020 werden die Hälfte der französischen Kernkraftwerke ihre gedachte Laufzeit von 40 Jahren erreicht haben. Bisher äußerte sich die sozialistische Regierung nicht dazu, wie sie ersetzt werden sollen. Jetzt kam das Bekenntnis der Energieministerin Segolene Royal: Neue Reaktoren sollen gebaut werden, wenn die alten nicht mehr in Stand gesetzt werden können. Insgesamt will Frankreich den Anteil der Atomkraft aber von aktuell mehr als 70 Prozent auf 50 Prozent reduzieren. (Reuters)

Europa: Nach Jahren, in denen der CO2-Ausstoß der europäischen Stromerzeuger nur eine Richtung kannte – nämlich nach oben –, fiel der CO2-Ausstoß im Jahr 2014. Um ganze acht Prozent. Die Gründe analysiert die britische NGO Sandbag.

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Rohstoffe: Wie lange bleiben Erdöl und Benzin so billig, fragt Die Zeit? Die Frage entscheidet sich im Nahen Osten, glaubt der Autor. Eine sehr lesenswerte und detailierte Analyse des Ölmarktes gibt auch der norwegische Energieexperte Magnus Nysveen im Oil and Gas Journal. Seine Vorhersage: In rund zwei Jahren sollte der Ölpreis wieder steigen. Warum der Absturz des Preises diesmal viel heftiger ausfiel als in den vergangenen Jahren, erklären die Blogger von Resilience. Die Antwort: Die Dollarschwemme der US-Notenbank.

Afrika: Einen innovativen Weg Gebäude mit Energie zu versorgen, hat eine Gruppe von Massai in Kenya gefunden. Sie machen aus Schlachtabfällen Biogas. Die organischen Reste aus der Gasproduktion landen als Dünger auf den Feldern. Die Massai wollen ihr Produkt nun auch in herkömmlichen Gasbehältern verkaufen. Vor allem für Dörfer, die bisher keinen Zugang zum Stromnetz haben, könnte das Gas ein willkommener Energieträger sein. (Reuters)

USA: Der arabische Nachrichtenkanal Al Jazeera hat inzwischen einen Ableger in den USA. In einer Reportagereihe beschreiben die Reporter die lebensgefährlichen Arbeitsbedingungen auf den Schieferölfeldern North Dakotas.

Rom: Die höchste irdische Instanz der Katholiken spricht sich gegen die umstrittene Fördermethode Fracking aus. Jedenfalls legt das ein Video und ein Foto nahe, auf dem der Papst mit einem No-Fracking-T-Shirt posiert. Warum genau der Würdenträger gegen Fracking ist, wurde nicht bekannt – manchmal sind eben nicht nur die Wege seines Herrn unergründlich. (Ecowatch)

Indien: Das US-Unternehmen Sunedison will vier Milliarden Dollar in eine gigantische Fabrik für Solaranlagen in Indien investieren. Sie hätte die Kapazität jährlich Module mit einer Leistung von 7,5 Gigawatt zu produzieren. Deutschland installiert derzeit jährlich nicht einmal die Hälfte dieser Menge. Indien gilt als einer der Wachstumsmärkte für Solartechnik. (Bloomberg)

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