News: Handy-Rohstoff bedroht Gorilla-Art

News: Handy-Rohstoff bedroht Gorilla-Art

Die größte Gorilla-Unterart droht auszusterben - Schuld ist der Coltan-Abbau für den Elektronik-Markt.

Um die größte Gorilla-Unterart der Welt steht es schlechter als bisher angenommen, warnt die Naturschutzorganisation WWF. Die Bestände der sogenannten Grauergorillas seien in den letzten 20 Jahren um über 77 Prozent gefallen, wie eine Studie von Wildlife Conservation Society und Fauna & Flora International zeige.

Heute leben nur noch 3.800 Tiere in den Wäldern im Osten der Demokratischen Republik Kongo: "Die Grauergorillas drohen durch eine tödliche Kombination aus bewaffneten Unruhen, Jagd auf Buschfleisch und die Gier nach Coltan für Handys auszusterben", sagt Philipp Göltenboth, Leiter der Naturschutzarbeit in Afrika des WWF Deutschland.

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Einer der Hauptgründe für den Bestandsschwund der großen Menschenaffen ist der vermehrte Abbau des Konfliktminerals Coltan und der damit einhergehenden Lebensraumzerstörung. Das Erz ist essentiell für die Herstellung von Handys und anderen elektronischen Geräten. Viele der Coltan-Minen befinden sich innerhalb der abgelegenen Lebensräume der Gorillas, weswegen die Minenarbeiter sich häufig von sogenanntem Buschfleisch, also von gewilderten Tieren ernähren.

Göltenboth: "Der Bergbau muss kontrolliert und die verschiedenen gewalttätigen Rebellengruppen müssen entwaffnen werden. Die Grenzen der Schutzgebiete müssen amtlich anerkannt und eingehalten werden." Die Parkwächter arbeiteten nämlich unter ständiger Lebensgefahr. Erst im März wurde ein Ranger von bewaffneten Rebellen getötet.

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