News: Klimaabkommen heute unterzeichnet - CO2-Werte auf Rekordhoch

News: Klimaabkommen heute unterzeichnet - CO2-Werte auf Rekordhoch

Das Klimaabkommen von Paris - ein Meilenstein? Bei der heutigen Unterzeichnung ist die Stimmung wenig euphorisch.

Das Abkommen von Paris galt im Dezember als bahnbrechendes Testament einer einmaligen Zusammenarbeit der Weltgemeinschaft. Auch wenn wir bei WiWo Green schon angemerkt hatten, dass das formulierte Ziel, die globale Erwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen, kaum erreichbar ist. Anders formuliert: Die dafür notwendigen Maßnahmen hat in den vier Monaten nach der Konferenz kein Staat auch nur ansatzweise in Angriff genommen.

Heute soll der Vertrag schließlich unterschrieben werden. Die taz nimmt das zum Anlass, ausführlich die Entstehungsgeschichte nachzuzeichnen. Ausgerechnet Deutschland dürfte die Stimmung trüben: Das Umweltbundesamt (UBA) hat im vergangenen Jahr so hohe CO2-Konzentrationen gemessen wie nie zuvor. Wie die WiWo berichtet, wurde an manchen Messstellen erstmals die Marke von 400 ppm gerissen.

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Die Einheit ppm steht für parts per million, also Teile von einer Million. In der vorindustriellen Zeit lag die Konzentration nur bei 280 ppm. "Die Daten zeigen erneut, wie dringend wir das Klimaschutzabkommen von Paris umsetzen müssen", sagte UBA-Präsidentin Maria Krautzberger. Die Hauptursache für den weltweiten Anstieg der CO2-Konzentration ist der Behörde zufolge die Verbrennung von Kohle, Erdöl und Erdgas.

Bärbel Höhn, grüne Vorsitzende des Umweltausschusses im Bundestag, spricht in der taz von einer "harten Klatsche für die Bundesregierung". Bei der Klimakonferenz habe diese noch "scheinheilig dafür gekämpft, dass andere Länder schädliche Klimagase reduzieren", jetzt folge der "Offenbarungseid im eigenen Land, weil man an den selbst gesteckten Klimazielen scheitert".

Und global sieht es nicht besser aus: Die US-Wetterbehörde NOAA meldet den raschesten CO2-Anstieg in der Atmosphäre seit 56 Jahren, das Tempo sei "schneller als in den letzten hunderttausend Jahren", zitiert die taz. "Im Vergleich zu natürlichen Prozessen ist das eine Explosion."



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