News: Krummes Gemüse darf zurück ins Supermarktregal

News: Krummes Gemüse darf zurück ins Supermarktregal

von Peter Vollmer

Der Discounter Penny will "nicht normgerechtes" Bio-Gemüse verkaufen. Günstiger wird dieses allerdings nicht sein.

Gemüse lebt in einer Klassengesellschaft. Güteklassen entstehen aus Vorgaben, wie etwa der Karottenverordnung der Vereinten Nationen. Aber viele Kunden wollen gar kein Oberklassengemüse, sie wollen vor allem, dass weniger Lebensmittel weggeworfen werden.

Nun will der Discounter Penny am Montag zumindest bei Bio-Gemüse auch die krummen, kleinen, verfärbten Exemplare verkaufen. Das gab es zwar schon bei anderen Supermärkten, aber immer nur aktionsweise. Das liege, so die Süddeutsche Zeitung, nicht nur am Verbraucher. Das Blatt zitiert Frank Waskow von der Verbraucherzentrale NRW, der den Handel kritisiert: "Der hat die Verbraucher über Jahrzehnte hinweg an makelloses Essen gewöhnt", so Waskow.

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Jeder Händler könne ohnehin Produkte ohne Angabe von Handelsklassen verkaufen. Die Gurke könne dann theoretisch so krumm sein wie ein Bumerang - nur bislang habe der Handel darauf verzichtet. Einen Preisnachlass für die als "Bio-Helden" vermarkteten nicht normgerechten Produkte soll es nicht geben. Bis zu 40 Millionen Packungen mit den qualitativ einwandfreien, aber vom Aussehen her gewöhnungsbedürftigen Produkten will Penny laut Frankfurter Allgemeine binnen eines Jahres unter die Leute bringen

 

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