News: Niedriger Ölpreis macht Umweg um Südafrika wieder attraktiv für Schiffahrt

News: Niedriger Ölpreis macht Umweg um Südafrika wieder attraktiv für Schiffahrt

Frachter umfahren lieber Afrika statt den kürzeren Weg durch den Sueskanal zu wählen. Das liegt am günstigen Öl und den hohen Durchfahrtskosten der Kanäle.

Der niedrige Ölpreis holt die Containerschiffahrt zurück ins 19. Jahrhundert. Zumindest, wenn es um die Schiffahrtsrouten geht. Frachter umfahren wieder lieber ganz Afrika anstatt den kürzeren Weg durch den Sueskanal zu wählen, berichtet der Spiegel. Die Route war zuletzt vor der Eröffnung des Kanals 1869 beliebt. Durch den niedrigen Ölpreis ist auch der Preis von Schiffsdiesel im vergangenen Jahr eingebrochen, so dass es für die Reederein günstiger ist, mehr Treibstoff zu verbrauchen als die Durchfahrtgebühren im Sueskanal zu zahlen. Auch den Panamakanal meiden viele Schiffe.

Auf einer Strecke von Singapur nach Rotterdam bedeute die Route um das Kap der der guten Hoffnung einen Umweg von rund 6500 Kilometern, schreibt die BBC. Trotzdem könnte ein einzelnes Schiff, dass zwischen Asien und Nord-Amerika unterwegs ist, im Jahr rund 19 Millionen Euro weniger Kosten verursachen, wenn es den längeren Weg nimmt.

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Stattdessen bezahlt die Umwelt. Schiffsdiesel gilt als einer der schmutzigsten Treibstoffe überhaupt. Er enthält Schadstoffe wie Ruß oder Schwefel und auch der Kohlendioxidausstoß steigt. Laut Branchendienst SeaIntel, die die Routenänderungen analysiert haben, würden auf der Strecke von Asien nach Europa 6800 Tonnen mehr CO2 freigesetzt werden, als bei einer Route durch den Sueskanal.

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