News: Russland startet Bau der Gaspipeline nach China

News: Russland startet Bau der Gaspipeline nach China

von Benjamin Reuter

... Chile will CO2-Steuer einführen, Schwermetalle in Wasser nahe Fracking-Bohrungen gefunden und weitere Meldungen.

Spatenstich in Sibirien: Nur wenige Monate nach dem milliardenschweren Gas-Deal mit China startet Russland den Bau einer Pipeline. Putin rüstet sich damit für den Fall, dass die EU künftig auf Lieferungen aus Moskau verzichtet, berichtet der Spiegel. Der Energieexperten Michael Bradshaw der Warwick Business School kommt allerdings zu einer etwas anderen Einschätzung. "Russland arbeitet schon seit mehr als zehn Jahren an dem Projekt", sagt er. Die Ukraine-Krise hat damit also wenig zu tun. Russland habe derzeit auch Überkapazitäten beim Erdgas, auch wegen schwächelnder Nachfrage auf dem Heimatmarkt.

Hintergrund für den Bau der Pipeline sei vor allem die Aussicht, dass der Gasmarkt in Westeuropa stagniere, 90 Prozent des Nachfragewachstums nach Gas kämen stattdessen bis 2050 aus Asien. Diesen neuen Markt will Russland erschließen. China hatte in den Verhandlungen Wert darauf gelegt, sein Gas nicht aus Pipelines zu bekommen, die mit dem nach Europa führenden Pipeline-Netz verbunden sind, um nicht in Konkurrenz mit den Europäern zu treten.

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Digitaler Fahrdienst: Rückschlag für den umstrittenen Taxi-Konkurrenten Uber: Das Landgericht Frankfurt hat der Firma in einer einstweiligen Verfügung deutschlandweit die Vermittlung von Fahrern untersagt. Der Vorwurf des Gerichts: "unlauteres Wettbewerbsverhalten". (Süddeutsche Zeitung)

Energiewende: Deutschlands Stadtwerke nehmen Milliarden für die Energiewende in die Hand. Die EEG-Novelle hat dem Markt Sicherheit gegeben: Auch mit den aktuellen EEG-Sätzen lässt sich vor allem mit Windanlagen Geld verdienen. (Handelsblatt)

Klimaschutz: Die Bundesregierung kann ihr hoch gestecktes Klimaschutzziel bis 2020 nicht mehr erreichen. Das belegt eine Studie von McKinsey. Für die anstehenden Klimaverhandlungen verheißt das nichts Gutes. (Die Welt)

Meere: Bis zu 6000 Tonnen Sonnencreme landen pro Jahr weltweit in den Ozeanen. Das scheint ersteinmal nicht viel, doch die Meere könnte der Strahlenschutz doch schädigen, wie eine aktuelle Studie nahelegt. Denn einige Bestandteile der Cremes reagieren im Wasser zu Wasserstoffperoxid, das Plankton schädigen kann und so Auswirkungen auf die gesamte Nahrungskette hat – theoretisch zumindest. Noch fehlen Tests an strandnahen Gewässern, die die Wirkung von Sonnecreme auf die Meereslebewesen untersuchen. (Treehugger)

Fracking: Forscher der Universität Arlington in Texas haben in der Barnett-Schieferformation in Texas in den USA 100 Wasserproben nahe von Erdgasförderstätten genommen, die mit dem Frackingverfahren erschlossen wurden. Das beunruhigende Ergebnis: In 30 Prozent der Fälle stellten sie im Vergleich mit einer früheren Studie erhöhte Konzentrationen an Arsen und anderen Schwermetallen fest. Woher die Metalle genau kommen, ist bisher nicht geklärt. (My San Antonio)

Chile: Das Land will nach Mexiko als zweites Land in Amerika eine CO2-Steuer einführen. Die endgültigen Beratungen finden in den kommenden Tagen statt. Industrie, Kraftwerksbetreiber und Autobesitzer sollen für jede Tonne CO2, die sie in die Atmosphäre pusten, künftig fünf Dollar an den Staat überweisen. Verschmutzungsrechte in Europa sind derzeit nicht so viel teurer. (RTCC)

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