News: Zweifel an Sicherheit von französischen AKW-Bauteilen

News: Zweifel an Sicherheit von französischen AKW-Bauteilen

In Frankreich bahnt sich ein Skandal an, in der Ukraine gab es eine Notabschaltung.



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Der französische Atomkonzern Areva prüft Unterlagen zu Hunderten Bauteilen, von denen etwa 50 in Atomkraftwerken verbaut sind. Möglicherweise handele es sich um gefälschte Passagen, berichtet die Frankfurter Allgemeine. Es gehe um Teile aus dem Schmiedewerk Creusot Forge. Die Unregelmäßigkeiten waren bei einer Überprüfung aufgeflogen, die Areva nach einer Entdeckung von Anomalien am Reaktorbehälter des im Bau befindlichen Europäischen Druckwasserreaktors von Flamanville angesetzt hatte.

Ein Rückruf ist bei Teilen dieser Größenordnung mit der Stilllegung des ganzen Kraftwerks verbunden, klärt das Handelsblatt auf. Der Umfang des möglichen Schadens lässt sich demnach noch nicht bemessen. Areva kann nach eigenen Angaben noch nicht sagen, wer die Endkunden waren. Im vergangenen Jahr hat der Atom-Konzern fast 100 Millionen Euro in das Schmiedewerk investiert.

Gleichzeitig berichtet die taz, dass im ostukrainischen Atomkraftwerk Saporoschje nun der vierte Reaktor abgestellt wurde. Wegen einer undichten Stelle im Gassystem des Turbinengenerators kam es zu einer Notabschaltung. Dieser Generator wird mit Wasserstoff und Wasser gekühlt, so dass es bei einem Entweichen zu Explosionen kommen kann. Das größte Atomkraftwerk Europas versorgt den gesamten Süden der Ukraine mit Energie. Derzeit speise das für eine Leistung von 6.000 Megawatt ausgelegte AKW aber nur 1.640 Megawatt in das Netz ein.

 



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