Presseschau: Die wichtigsten Nachrichten am Donnerstag

Presseschau: Die wichtigsten Nachrichten am Donnerstag

von Pascal Moser

News: Große Energieversorger vernachlässigen Energiewende, EU will Emissionshandel retten, Solarindustrie euphorisch und mehr.

Energiewende I: Eine Studie der Umweltschutzorganisation Greenpeace, die heute vorgestellt wird, zeigt: Noch immer tragen die großen Energieversorger verschwindend wenig zur Energiewende bei. Die zehn größten Versorger in der Europäischen Union erzeugten 2012 zwar mehr als die Hälfte des Stroms, aber nur vier Prozent davon stammten aus Erneuerbaren Energien. (Handelsblatt)

Energiewende II: Einen kritischen Blick auf die Energiewende wirft die Studie des internationalen Analyseunternehmens IHS: Eine Neujustierung der Energiewende und die Förderung von heimischem Schiefergas, würde Deutschlands Weg in eine emissionsärmere Zukunft sichern und bis zum Jahr 2040 eine Million Arbeitsplätze schaffen. Das Bruttoinlandsprodukt würde dadurch um 138 Milliarden Euro wachsen und das durchschnittliche Pro-Kopf-Jahreseinkommen um 847 Euro steigen. (businesswire)

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Afrika: In Äthiopien hat das britische Erdölunternehmen New Age (African Global Energy) ein Erdölfeld entdeckt. Weitere Probebohrungen sollen zeigen, ob sich das Vorkommen kommerziell nutzen lässt. Das Öl befindet sich in einem Gebiet an der Grenze zu Somalia. (oilprice)

Abwärme: Das Münchner Startup Orcan Energy GmbH will aus Industrieabwärme Energie gewinnen. Dazu hat das Unternehmen einen Weg gefunden, um Wärmerückgewinnung deutlich wirtschaftlicher zu machen als bisherige Verfahren. Auf insgesamt fünf Gigawatt schätzt das Spin-off der TU München das bundesweite Potenzial – etwa so viel wie drei Kernkraftwerke leisten. (TechnologyReview)

Emissionshandel: Die EU-Mitgliedstaaten haben für eine Reduktion der Anzahl von CO2-Zertifikaten gestimmt, um den Preisverfall zu stoppen. Mit dem Backloading genannten Verfahren werden Verschmutzungsrechte für 900 Millionen Tonnen Kohlendioxid erst mit einer Zeitverzögerung verkauft. Die Papiere für die nächsten drei Jahre werden so erst 2019 und 2020 auf den Markt kommen. Damit soll sich der Preis für die Verschmutzungsrechte stabilisieren, hofft die Europäische Union. (EU)

IEA: Die Internationale Energieagentur (IEA) hat einen Bericht zur Energietransformation veröffentlicht. Demnach kann jedes Mitgliedsland der Organisation zu geringen Kosten einen Anteil von Erneuerbaren Energien an der Stromproduktion von 30 Prozent erreichen. Insbesondere sei ein Anteil von fünf bis zehn Prozent Wind- und Solarstrom mit keinen größeren technischen oder wirtschaftlichen Herausforderungen verbunden. (IEA)

Solarenergie I: Die Solarindustrie rechnet damit, in diesem Jahr 44,5 Gigawatt Leistung zu installieren. Dies wären 21 Prozent mehr als im Vorjahr. Das Wachstum wird stark durch Investitionen der chinesischen Regierung angeheizt. (Bloomberg)

Solarenergie II: Der Stromkonzern Masdar aus den Vereinigten Arabischen Emiraten klagt gegen die spanische Regierung. Das Unternehmen ist am Sonnenwärmekraftwerk Gemasolar in Andalusien beteiligt. Das Projekt ist unter anderem mit Subventionen in Höhe von 1,75 Milliarden Euro finanziert, die nun einem Sparprogramm der spanischen Regierung zum Opfer gefallen sind. Masdar hofft mit der Klage vor einem unabhängigen Schiedsgericht seine Investitionen zu retten. (el país)

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