Presseschau: Die wichtigsten Nachrichten am Montag

Presseschau: Die wichtigsten Nachrichten am Montag

von Jan Willmroth

News: Gabriels Energiewende-Pläne in der Kritik, für den Klimaschutz bleibt kaum noch Zeit, Schicksalstag für Prokon.

Energiewende: Sigmar Gabriels Energiewende-Politik nimmt Gestalt an. Am Wochenende wurden Details aus einem Eckpunktepapier des neuen Wirtschafts- und Energieministers bekannt, in dem er seine energiepolitischen Pläne darlegt. Schon im Sommer soll die EEG-Vergütung für Strom aus erneuerbaren Quellen drastisch sinken. Für den jährlichen Ausbau soll es bei jeder Technolgie eine Obergrenze geben. Auch die Direktvermarktungspflicht kommt. Gabriels oberstes Ziel: "den Kostenanstieg begrenzen". (Spiegel Online, und weitere)

Reaktionen auf Gabriel: Kaum waren Gabriels Energiewende-Pläne bekannt, gab es die ersten kritischen Stimmen. Die Opposition sieht in Gabriels Vorhaben die Gefahr, den Ausbau der Erneuerbaren auszubremsen, während die Kohlekraft geschont wird. SPD-Ministerpräsident Torsten Albig aus Schleswig-Holstein kritisierte vor allem die Deckelung beim Windstrom an Land. Die Energiewende drohe unnötig teuer zu werden. (Der Spiegel, Süddeutsche Zeitung)

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Klimawandel: Im Kampf gegen den Klimawandel läuft die Zeit schneller ab, als bislang angenommen. Zu diesem Schluss kommt der Weltklimarat IPCC in einem vertraulichen Berichtsentwurf, der verschiedenen Medien zugespielt wurd. Demnach bleiben nur noch etwa 15 Jahre Zeit, um den Anstieg von Kohlendioxid in der Atmosphäre zu bremsen. (New York Times)

Prokon: Am heutigen Montag läuft eine wichtige Frist für die Kunden des angeschlagenen Windkraft-Investors Prokon ab. Die Unternehmensleitung hatte die Anleger in einem Brief am 10. Januar gewarnt, Kapital abzuziehen. Wenn sich bis 20. Januar nicht mindestens 95 Prozent der Anleger dazu verfplichteten, ihr Geld bei dem Unternehmen zu lassen, drohe die Insolvenz. Spätestens morgen soll feststehen, wie es weitergeht. (dpa)

Nissan-Pläne: Der japanische Autohersteller Nissan will künftig noch stärker auf die Elektromobilität setzen. Künftig wolle man in drei Linien E-Autos entwickeln, sagte Nissans Design-Chef jetzt: Eine Mittelklasse-Linie zusätzlich zum schon erhältlichen Modell Leaf und einen Elektro-Sportwagen. (Green Car Reports)

Klimaschutz-Ziele: Die EU-Kommission wird in dieser Woche voraussichtlich ihre Klimaschutz-Ziele für das Jahr 2030 bekanntgeben. Eine verpflichtende Senkung der Emissionen um 40 Prozent gegenüber 1990 gilt als wahrscheinlich. (RTCC)

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