Presseschau: Verbände bemängeln am Weltwassertag zu hohen Verbrauch

Presseschau: Verbände bemängeln am Weltwassertag zu hohen Verbrauch

von Peter Vollmer

Der Wasserverbrauch steigt - am Weltwassertag weisen viele Organisationen auf die daraus folgenden Probleme hin.

Das Wasser wird knapp. Absehen lässt sich das seit Jahren, effektive Mittel dagegen hat die Weltgemeinschaft noch nicht gefunden. Den Weltwassertag nutzen verschiedene Verbände daher vor allem, um auf Wasserprobleme hinzuweisen.

Die UNESCO stellt zunächst die Relevanz in den Vordergrund - 78 Prozent aller Arbeitsplätze weltweit hingen von der Ressource Wasser ab. Das geht aus dem Weltwasserbericht 2016 "Wasser und Arbeit" (bald auf der Seite der UNESCO verfügbar) hervor. Das Problem: Die Grundwasserentnahme habe sich seit 1980 jedes Jahr um 1 Prozent erhöht.

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Die Knappheit müsse eigentlich gar nicht so dramatisch sein, aber etwa 30 Prozent des weltweit dem Wasserkreislauf entnommenen Wassers gingen durch Lecks verloren. Auch in Industriestaaten: In London liegt der Verlust beispielsweise bei 25 Prozent, in Norwegen bei 32 Prozent.

In den Industrieländern ist zwar nicht das Problem, aber die Verschwendung immens - das sagt etwa auch die Umweltschutzorganisation Greenpeace und nimmt ihren derzeitigen Lieblingsfeind, die Kohle, in Beschuss: Weltweit würden Kohlekraftwerke Wasser verbrauchen, das sonst für eine Milliarde Menschen reichen würde, berichtet der Donaukurier.

8359 Kraftwerke verbrauchen sieben Prozent des von Menschen genutzten Wassers. Dabei gehe es nicht nur um die Kraftwerke selbst, etwa ihr Kühlwasser, sondern vor allem um die Kohleförderung. Die Meiler "befeuern nicht nur den Klimawandel, sie rauben uns auch die wertvollste Ressource - das Wasser", sagt Greenpeace-Energieexperte Karsten Smid dem Blatt - dabei könne Deutschland der Welt zeigen, wie eine Stromversorgung ohne Kohle funktioniere.

Auch die Landwirtschaft verbrauche zu viel Wasser, sagt der Vegetarierbund VEBU. In einer Pressemeldung erklärt der Verband, dass vegetarische Ernährung einen geringeren Wasser-Fußabdruck mit sich bringe. Es würden bis zu 15.500 Liter Wasser benötigt, um 1 Kilogramm Rindfleisch zu produzieren. Immerhin 5.000 Liter Wasser sind es noch bei einem Kilo Käse. Ob nun der Wasserverbrauch auf deutschen Weiden ein Problem ist, lässt sich sicher ausdiskutieren, allerdings ist die Belastung auch des Grundwassers durch die Landwirtschaft unumstritten.

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