Startups: Geld verdienen und gleichzeitig Gutes tun

Startups: Geld verdienen und gleichzeitig Gutes tun

Social-Entrepreneure wollen die Welt verbessern und gleichzeitig Geld verdienen. Wie das gehen kann, zeigen drei deutsche Startups.

Von Christian Deiters, stellvertretender Chefredakteur von social-startups.de.

Nachhaltiges Unternehmertum schreiben sich inzwischen viele Konzerne auf die Fahnen. Wirklich nachhaltig geht es in der Wirtschaft aber immer noch viel zu selten zu. Vor allem junge Pioniere aus der Social-Entrepreneurship-Szene aber ändern das zurzeit. Sie wollen mit ihren Geschäften nicht nur Geld verdienen, sondern auch gesellschaftliche Probleme lösen.

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Vielleicht das bekannteste Beispiel aus dieser neuen Branche ist das im März 2012 gestartete Projekt „Deutschland rundet auf“. Dabei hat man als Kunde von teilnehmenden Einzelhandelsketten die Möglichkeit, den Endbetrag der Einkaufsrechnung um maximal 10 Cent aufzurunden. Die so gesammelten Beträge werden an soziale Projekte weitergeleitet – soziales Unternehmertum eben.

Neben „Deutschland rundet auf“ sind noch weitere interessante Konzepte dieses Jahr an den Start gegangen:

The Rings: Charitones als klingelndes Zeichen für EngagementThe Rings ist eine Initiative von Jochen Holtrup mit dem Ziel, Charities zu unterstützen. Erreichen möchte Holtrup das mit einer interessanten Idee: Er stellt eine Plattform zu Verfügung, auf der sich Charities und Künstler aus dem Bereich Musik anmelden können. Als Nutzer hat man nun die Möglichkeit, einen Betrag per PayPal an eine Charity zu spenden und bekommt im Gegenzug einen von den Künstlern exklusiv komponierten Klingelton für das Handy. „Charitone“ nennt Holtrup das Ganze. Da The Rings nur als Mittler fungiert, kommen die Beträge zu 100% (abzüglich PayPal-Gebühren) bei den Charities an. Die anfallenden Kosten von einem Euro pro Download werden beispielsweise von Sponsoren übernommen.

Fraisr: Handeln für den guten ZweckFraisr ist ein neu gegründetes Startup aus Berlin und versteht sich als Marktplatz, auf dem Privatpersonen und Unternehmen verschiedene Dinge verkaufen können. Dabei ist es völlig egal, ob es Neuware, Gebrauchtware oder gar selbstgemachte Waren sind. Das hört sich zunächst an wie Ebay, doch es gibt einen wichtigen Unterschied, der das Vorhaben sozial anhaucht: Die Verkäufer können entscheiden, einen Teil des Erlöses für einen guten Zweck zu spenden. An wen man das Geld spendet, bleibt dem Verkäufer selbst überlassen. Man kann aus einer Eigeninitiative ein Projekt unterstützen und beispielsweise für einen neuen Sandkasten in einer Kita spenden oder aber das Geld an eine mit fraisr zusammenarbeitende Organisation abgeben. Dazu zählt unter anderem der Bundesverband Deutsche Tafel e.V., die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) oder „Gemeinsam für Afrika“.

Die Handelsplattform wurde von Alex Schwaderer, Lukas-C. Fischer und Oskar Volkland gegründet und befindet sich derzeit in der Beta-Phase.

Vekoop: Der Online Shop für Vegetarier und AllergikerEinkaufen kann manchmal eine echte Herausforderung sein – gerade wenn man gegen bestimmte Lebensmittel allergisch ist oder sich hauptsächlich vegetarisch oder gar vegan ernährt. Ein Lösungsansatz für das Problem verspricht die Plattform Vekoop. Dort soll man zukünftig ganz leicht seine Lebensmittel bestellen können. Das Besondere an dem Shop ist beispielsweise, dass man seine Ernährungspräferenzen angeben kann, sodass unverträgliche Lebensmittel gar nicht erst in den Warenkorb kommen. Des Weiteren möchte man die Community in das Projekt mit einbinden und gemeinsam Kochbücher, Ratgeber und Reiseführer erstellen.

Für ihre Idee werden die beiden Oldenburger Studenten Timo Schliep und Sebastian Brandstetter nun vom Land Niedersachsen mit 18.000 Euro gefördert. Außerdem hat Vekoop bereits 10.000 Euro von „Google for Entrepreneurs“ bei der Gründer-Garage gewonnen.http://www.youtube.com/watch?v=cUlI6wieToE&feature=player_embedded

 

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