CarJump: Die App für den Car-Sharing-Jungle

CarJump: Die App für den Car-Sharing-Jungle

von Jürgen Klöckner

Car2Go, DriveNow und Co. – viele Nutzer melden sich gleich bei mehreren Car-Sharing-Anbietern an. Carjump will den Kunden Überblick verschaffen.

Mit Car-Sharing ist es ein bisschen wie mit Taxis: Hauptsache, das Auto bringt einen von A nach B, egal wie. Der Unterschied ist nur, dass man die Leihautos nicht rufen kann. Sie sind wie Leihfahrräder nach dem Zufallsprinzip quer über die Stadt verstreut - im Zweifel muss man sie also suchen oder lässt sich über die App der Anbieter per GPS führen.

Bei einem Anbieter ist das in Ordnung - immer mehr der 300.000 Car-Sharing-Nutzer melden sich allerdings gleich bei mehreren Anbietern an, weil sie alle ungefähr gleich viel kosten und man so öfter ein Auto erwischt. Immer wieder die Apps der unterschiedlichen Anbieter zu durchforsten nervt allerdings und kostet viel Zeit.

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Das fand auch der 25-jährige Betriebswirt Oliver Mackprang - und entwickelte in Berlin zusammen mit einem vierköpfigen Team die App CarJump. Seit einer Woche können sie Besitzer von iPhone- und Android-Handys nun kostenfrei herunterladen. “Der Erfolg hat uns überrascht“, sagt er Wiwo-Green. Etwa 1000 Carsharer nutzten die App bereits.

Eine Karte zeigt nahegelegene Autos der drei wichtigsten Car-Sharing-Anbieter in deutschen Städten an: Die von Car2Go (Daimler, blau-weiße Smarts), DriveNow (BMW, schwarz-blaue Minis und 1er) und Multicity (pinkweiße Citroen C-Zero mit Elektroantrieb).

Kein Geld, dafür InformationenLeider kann man bislang noch nicht in der App ein Auto sichern: Tippt man auf den Jump-Button, wechselt der zu der App des jeweiligen Car-Sharing-Anbieters. Sogenannte In-App-Käufe wollen Mackprang und sein Team aber in der nächsten Version nachliefern. Dann sollen auch mehr Anbieter in der App vertreten sein.

CarJump ist auf die Kooperation mit Daimler, BMW und Co. angewiesen: Sie stellen dem Berliner Startup die GPS-Daten ihrer Flotte zu Verfügung. CarJump berichtet im Gegenzug den Anbietern kostenfrei, wie sie sich im Vergleich zur Konkurrenz schlagen. Die App sammelt dafür eine Reihe interessanter Nutzerdaten - selbstverständlich anonym.

So favorisieren die CarJumper wohl einen der drei Anbieter so stark, dass sie auch einen weiteren Weg zu deren Autos gehen - selbst, wenn ein anderes näher liegt. Welcher Anbieter das ist, möchte Mackprang aber leider nicht verraten. Was er auch sagen kann: Das Gros seiner Nutzer ist männlich und zwischen 18 und 35 Jahren alt. Bislang allerdings sind die Daten noch wenig aussagekräftig, was sich aber schnell ändern kann, sobald die App mehr Anbieter und Nutzer hat.

Schon in einem Jahr soll es soweit sein. „Dann soll CarJump die zentrale App für Car-Sharing-User sein“, sagt Mackprang - und zwar nicht nur in Deutschland. Die Berliner wollen auch in anderen europäischen Ländern an den Markt.

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