Crowdfunding: Dresdner sammeln 150.000 Dollar für Elektroroller

Crowdfunding: Dresdner sammeln 150.000 Dollar für Elektroroller

von Patrick Schultz

Neues E-Gefährt für Kurzstrecken in der Stadt - der Coolnessfaktor ist hoch, der Preis auch.

Der Elektroroller aus Dresden ist auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter einer der Überflieger: Mehr als 150 000 Dollar Risikokapital hat der Scrooser dort in den vergangenen zwei Wochen eingesammelt. Der auf lässig getrimmte Roller - extrabreite Reifen, puristische Linienführung - sei ein Vehikel für "umweltbewußte urbane Individualisten", so Jens Thieme, Geschäftsführer des Scrooser-Entwicklers iFPE. Er will die ersten Exemplare des Elektrorollers im Frühjahr 2014 ausliefern.

Der 28 Kilogramm schwere Scrooser ist mit einem Impulsmotor von Antera mit 1000 Watt Leistung ausgerüstet. Der Motor unterstützt den Benutzer beim Anschieben: Durchs Treten angeregt, schiebt er aus dem Hinterrad sanft an - man kennt das Prinzip von den Pedelec-Elektrofahrrädern. So kann der Design-Roller laut Hersteller bis zu 25 Kilometer pro Stunde schnell werden. Die ins Fußbrett eingebaute Batterie vom bayerischen Hersteller BMZ soll im Alltagsbetrieb etwa 45 Kilometer durchhalten. Sie ist nach drei Stunden an der Steckdose wieder aufgeladen.

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City-Roller für knapp 4000 EuroDer Scrooser sei nicht als Fahrzeug für Langstrecken gedacht, sagt Entwickler Thieme, sondern soll auf kurzen Wegen in der Stadt das Auto ersetzen: "Die 800 Meter vom Büro zum Mittagessen fahre ich dann mit dem Scrooser statt dem Auto". Das gehe schneller, sei umweltschonender, "und man sieht auch noch cool aus".

Wenn man sich es denn leisten kann: Die günstigste Version des Stadt-Rollers, der im Stehen oder Sitzen gefahren werden kann, wird etwa 3900 Euro kosten. Für die Prime-Edition, die unter anderem eine individuelle Farbgestaltung bietet, werden 4500 Euro fällig. Die Preise für Elektro-Fahrräder oder Segways, relativiert Thieme, bewegten sich in ähnlichen Regionen. Wie diese darf der Scrooser ohne Helm oder Führerschein gefahren werden.

Bislang nimmt Thieme Bestellungen für den Scrooser - ein Wortmischling aus "Scooter" und "Cruiser" - nur über die Kickstarter-Seite an. Dort hat er ersten 25 Vorbestellungen á 4000 Dollar schon festgemacht. In Zukunft will er den Scrooser über die Homepage verkaufen und jedes Jahr zwischen 2500 und 10000 Exemplaren produzieren. Gebaut werden die Edel-Roller in einer Schauwerkstatt in der Dresdner Innenstadt. Derzeit arbeiten dort sechs Mitarbeiter, teilweise ehrenamtlich, am Scrooser-Projekt. Thieme schätzt, dass er insgesamt etwa 450 000 Euro in die Entwicklung des Rollers investiert hat.

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