Crowdfunding: Startup sammelt 100.000 Dollar für Elektroeinrad

Crowdfunding: Startup sammelt 100.000 Dollar für Elektroeinrad

von Felix Ehrenfried

Surfen auf dem Asphalt - das soll bald möglich sein, versprechen die Entwickler eines neuartigen Elektroeinrads.

Elektroautos besitzen vier Räder und Pedelecs zwei. Das neueste Gefährt in Sachen E-Mobilität hat nur noch ein Rad. Das Onewheel sieht aus wie ein Skateboard, in dessen Mitte ein Go-Kart-Reifen montiert wurde und soll dem Fahrer ein Gefühl wie beim Snowboarden vermitteln, versprechen die Entwickler.

Gesteuert wird das Onewheel des gleichnamigen Erfinderteams durch einfache Körperbewegungen. Will der Fahrer beschleunigen, lehnt er sich nach vorne. Um abzubremsen oder rückwärts zu fahren, reicht eine Gewichtsverlagerung nach hinten. Mehrere Sensoren sorgen dafür, dass das Elektroeinrad immer im Gleichgewicht bleibt, so dass es trotz nur eines Rades nie den Boden berührt.

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Die Technik, die dahinter steckt, ist durchaus beeindruckend: "Im Onewheel kombinieren wir die Sensortechnologie von Smartphones mit der Motoren-und Batterietechnik, die man von Tesla-Autos kennt", erklärt Erfinder Kyle Doerksen in einem Werbevideo. Steuerknüppel oder ähnliches sind also überflüssig, das Onewheel wird lediglich über die Bewegung des Fahrers gesteuert.

Die intuitive Steuerung, kombiniert mit dem Elektromotor und einem Reifen der angeblich die Miniaturnachbildung eines Formel-1-Slicks ist, sorgt laut Doerksen für ein Gefühl, das "Snowboarden im Neuschnee oder Surfen auf einer perfekten Welle" gleichkommt.

Auf bis zu 20 Stundenkilometer soll man mit dem elf Kilogramm schweren Gefährt beschleunigen können. Nach spätestens neun Kilometern ist mit dem Snowboardfeeling auf der Straße allerdings Schluss. Das Onewheel muss an die Steckdose. Hat man einen Schnelllader zur Hand, sind die Batterien innerhalb von 20 Minuten wieder voll, an einer gewöhnlichen Steckdose dauert die Prozedur mit zwei Stunden bedeutend länger.

Ein Gefühl das Surfen auf der perfekten Welle ähneltBesonders stolz sind die Entwickler des Onewheels auf die Qualität der verbauten Komponenten. So soll das Einrad lediglich ein bewegliches Teil, und zwar das Rad selbst haben. Je weniger bewegliche Teile, desto weniger kann kaputt gehen, so die einfache Rechnung. Außerdem soll das Onewheel in den USA hergestellt werden, der verbaute Motor und die Lithium-Ionen-Batterien zählen zu den besten ihrer Art, erklären die Erfinder.

Für die Finanzierung des Onewheels haben Doerksen und sein Team eine Crowdfunding-Kampagne auf Kickstarter gestartet. Mit beeindruckendem Erfolg: Innerhalb weniger Tage sammelten sie die benötigen 100.000 US-Dollar, rund 73.000 Euro, ein (links im Bild der aktuelle Stand).

Jetzt wollen sie, als Antwort auf diesen beeindruckenden Zuspruch, das Onewheel bis zur geplanten Auslieferung im September weiter verbessern. So sollen LED-Lichter im Gehäuse auch nachts für ein sichere Fahrt sorgen.

Außerdem soll der Fahrer in Zukunft sein Onewheel per Bluetooth mit dem Smartphone verbinden können. Dann kann er mit der passenden App die Fahreigenschaften ganz nach den eigenen Wünschen konfigurieren.

Kosten wird das elektrische Einrad voraussichtlich rund 1199 US-Dollar (rund 900 Euro). Ob und wann es allerdings in Deutschland erhältlich sein wird, ist bisher unklar. Ebenso wie die Frage, was die deutsche Polizei von dem Gefährt hält. Von einer Straßenzulassung in Deutschland ist auf der Seite der Entwickler bisher jedenfalls nichts zu lesen.

Und hier noch ein Video über das Onewheel:

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