Drahtesel statt Auto: Radfahren könnte 24 Billionen Dollar bis 2050 sparen

Drahtesel statt Auto: Radfahren könnte 24 Billionen Dollar bis 2050 sparen

von Lisa Hegemann

Radfahren ist nicht nur für die Umwelt gut, sondern spart auch Geld, wie eine aktuelle Studie zeigt.

Radfahren ist nicht nur für die Gesundheit gut, sondern auch für die Umwelt. Wenn wir das Fahrrad statt das Auto zur Arbeit nehmen, reduzieren wir Kohlendioxid-Emissionen und auch die Belastung für die Städte.

Welchen Effekt schon ein kleiner Anteil an Menschen haben könnte, der vom Auto auf das Fahrrad umsteigt, zeigt nun eine Studie des US-amerikanischen Institute for Transportation and Development Policy: Wenn wir zehn Prozent aller Wege in einer Stadt mit dem Fahrrad zurücklegen, würde dies bis 2050 rund 24 Billionen US-Dollar sparen. Pro Jahr wären das 700 Milliarden Dollar weniger Ausgaben. Die Treibhausgase könnten wir im selben Zeitraum um elf Prozent reduzieren.

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Für die Studie haben die Forscher 24 Staaten – darunter auch Deutschland – und ihre Rad-Daten untersucht. Als Kriterien wurden dabei neben den Nutzungsgewohnheiten auch Infrastruktur, Fahrradverkäufe sowie weitere anfallende Kosten gemessen.

Fahren wir jeden dritten Weg bis 2050 mit dem Rad?Mit dem richtigen Mix an politischem Willen und Investment könnten bis 2050 demnach 14 Prozent aller Wege weltweit auf das Fahrrad verlegt werden, prognostizieren die Forscher. In einigen Ländern wie den Niederlanden oder China ließen sich 25 Prozent der Städtetrips mit dem Drahtesel zurücklegen.

Auch für Deutschland hat die Studie konkrete Zahlen ermittelt. Derzeit legen die Bürger hierzulande 14 Prozent ihrer Wege mit dem Fahrrad oder dem E-Bike zurück. Bis 2030 könnte dieser Anteil auf 26 Prozent steigen, bis 2050 könnte das Radfahren fast ein Drittel (31 Prozent) unserer Trips ausmachen.

Damit dieses Szenario Realität werden kann, müsse allerdings die Politik eingreifen. „Ein großer politischer Wille“ müsse vorhanden sein, um diese Ziele zu erreichen, schreiben die Forscher. Ob dieser tatsächlich vorhanden ist, werden wir spätestens in 35 Jahren wissen.

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