E-Antrieb, Carbonteile, Steuerung per App: Skateboards werden High-Tech

E-Antrieb, Carbonteile, Steuerung per App: Skateboards werden High-Tech

von Tobias Finger

Das Smart-Skateboard des Startups Marbel bringt den Fahrer umweltfreundlich durch die Stadt – und ist ein Crowdfunding-Hit.

E-Bikes und Autos mit Elektroantrieb sind allseits bekannt. Nun versuchen kleinere Unternehmen auch andere Fahrzeugen mit Elektro-Motoren auszustatten. So auch die Gründer von Marbel aus Tampa, Florida.

Die US-Amerikaner sammeln auf der Finanzierungsplattform Kickstarter momentan finanzielle Unterstützung für ihr Herzensprojekt: das Smart-Skateboard. Wenige Tage vor Ende der Finanzierungskampagne konnten Marbel ihr Ziel von 90.000 US-Dollar bereits erreichen.

Eine Smartphone-App steuert das LeichtgewichtElektro-Skateboards sind nichts komplett neues (wir haben hier eines vorgestellt), das Marbel Smart-Skateboard ist aber in jedem Fall etwas Besonderes. Mit nur rund fünf Kilogramm ist es das Leichteste seiner Art. Mit einer Spitzengeschwindigkeit von knapp 30 Stundenkilometern und einer Reichweite von 17 Kilometern bei einer Ladung reicht es ebenfalls an die Spitzen-E-Boards der Branche heran.

Außerdem kommt das Marbel-Brett mit einem Controller für die Hand und einer Smartphone-App. Damit kann der Nutzer die Beschleunigung und Spitzengeschwindigkeit individuell einstellen, verschiedene Fahr-Modi auswählen. Nutzer können auch Systeminformationen abrufen und wissen so, wie lange der Akku noch hält.

Das Board ist so leicht, weil die Ingenieure und Designer Karbon- und Kevlarteile im Deck ihres Longboards verbauen. So schützen sie gleichzeitig die Elektronik. Nur die Nose und das Tail, also der vordere und hintere Teil des Decks, bestehen aus Urethan-Gummi, dem gleichen Material, aus dem auch die Rollen sind.

Praktisch, umweltfreundlich und viel SpaßDas Marbel Smart-Skateboard soll eine Alternative zu Auto und Fahrrad bei kurzen, urbanen Fahrten werden. So umgeht man den Verkehr, muss keinen Parkplatz suchen und gerät nicht ins Schwitzen, wie auf dem Fahrrad. Die fünf Kilo kann man sich schnell auf den Rücken schnallen und das sogenannte „pushen“, das Anschieben, das man von normalen Skateboards kennt, übernimmt der eingebaute Motor.

Marbel bringt mit seiner Kickstarter-Kampagne ein umweltfreundliches und überaus spaßiges, innerstädtisches Fortbewegungsmittel auf den Weg zur Marktreife. Kickflips und 50-50 Grinds wie beim klassischen Skaten sind mit dem Smart-Skateboard wohl kaum möglich, dafür ist es auch nicht gemacht. Doch gerade durch das Longboard-Design könnte es für jung und (nicht ganz so) alt eine nachhaltige Alternative im Stadtverkehr werden.

Hier können Interessierte das Projekt noch bis zum 20. Juni auf Kickstarter unterstützen.

Ein sehr anschauliches Video von Produktion und Fahrerlebnis gibt es hier:

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