Energiewende: 6 Ideen, wie sich das Projekt noch retten lässt

Energiewende: 6 Ideen, wie sich das Projekt noch retten lässt

von Sebastian Matthes

Die Energiewende wird Wahlkampfthema. Wir haben Ideen gesammelt, wie die EEG-Reform aussehen kann.

Es kommt, was kommen musste: Nachdem Regierung und Opposition das Thema Strompreise lange nicht wirklich anpacken wollten, werden die steigenden Kosten nun doch zum Wahlkampfthema.

Aber was sind die Ideen? Wie sollen die Preise sinken? In der Debatte gibt es viel Altbekanntes zu hören. Dass Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) soll umgebaut werden.

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Das hat Bundesumweltminister Peter Altmaier gefordert, dann hat es die FDP als ihre Idee verkauft und nun will auch Kanzlerkandidat Peer Steinbrück das EEG „grundlegend reformieren“. Wie genau das gehen könnte verrät allerdings niemand. Die Antwort soll es erst nach der Wahl geben. Und so bestehen weiter Zweifel, dass einer der Politiker das Thema überhaupt angeht. Dabei gibt es gute Vorschläge genug. Hier die Ideen einiger der wichtigsten Energie-Vordenker: 

Eicke Weber, Physiker und Leiter des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) in Freiburg fordert: Eine neue Struktur für Stromtarife und eine klare Roadmap für den Umbau des Energiesystems. 

Das Stromangebot und die Nachfrage technisch besser zu synchronisieren, sieht Rainer Baake als Bedingung für eine funktionierende Energiewende. Baake ist Geschäftsführer des Berliner Think-Tanks Agora Energiewende. In seinem Beitrag für WiWo Green beschreibt er außerdem, wir in Zukunft Blackouts verhindern können. 

"Unterschiedliche Technologien sollten unterschiedlich gefördert werden", fordert Felix Matthes vom Öko-Institut. Wie ein ideales EEG seiner Meinung aussehen kann, lesen Sie hier. Denn, so schreibt Matthes, das EEG sei überkomplex geworden.

Um die Energiewende zu retten, müsste der Ausbau der Erneuerbaren besser gesteuert werden, findet Manuel Frondel, Leiter des Bereichs „Umwelt und Ressourcen“ am Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung (RWI). Zudem werde das Problem unterschätzt, dass schon bald immer mehr Kunden ihren eigenen Strom produzieren - und sich damit aus der Finanzierung der Energiewende teils zurückziehen.

Die Debatte über die Energiewende greife zu kurz, sagt wiederum Manfred Fischedick, Experte für Energietechnik und Vizepräsident des Wuppertal Institutes für Klima, Umwelt, Energie. Zum einen wird mit der Steigerung der Energieeffizienz die zweite wesentliche Säule für den nachhaltigen Umbau des Energiesystems vernachlässigt, zum anderen wird die Debatte auf eine primär technische Gestaltungsaufgabe verkürzt. Worauf es wirklich ankommt, beschreibt er in sechs Thesen.

Die ganze Sache ist verfahren - jetzt kann die Energiewende nur noch der Verbraucher retten, meint dagegen Volker Quaschning, der an der Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW Berlin lehrt.

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