Erneuerbare Energien: Wind und Sonne produzieren ein Drittel unseres Stroms

Erneuerbare Energien: Wind und Sonne produzieren ein Drittel unseres Stroms

von Lisa Hegemann

Erneuerbare Energien sollen 2015 ein Drittel des Strommix ausmachen. Gerade Wind und Sonne könnten zulegen.

Seit der Energiewende machen Wind- und Solarkraft einen immer größeren Teil unseres Strommixes aus. 2015 soll gut ein Drittel unserer elektrischen Energie aus regenerativen Quellen kommen, wie der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) und das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoffforschung Baden-Württemberg (ZSW) prognostizieren. Das wäre ein neuer Rekord. 2014 hatten erneuerbare Energien rund ein Viertel des Strommixes ausgemacht.

Die Verbände gehen in ihrer Untersuchung davon aus, dass in diesem Jahr 193 Milliarden Kilowattstunden von Sonne-, Wind- und Wasserkraft produziert werden könnten. Das wären knapp 20 Prozent mehr als noch im vergangenen Jahr. Damals kamen die grünen Energieträger auf 161 Milliarden Kilowattstunden. Es kann allerdings noch zu Abweichungen kommen, da die Angaben lediglich auf Schätzungen beruhen.

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Windenergie legt um 50 Prozent zuDer durchschnittliche Jahresverbrauch eines Vier-Personen-Haushaltes liegt nach Angaben des BDEW bei 4750 Kilowattstunden. Mit den erneuerbaren Energien könnten folglich rund 40 Millionen Haushalte in der Bundesrepublik versorgt werden.

Besonders Wind- und Solarkraft verzeichnen den Schätzungen zufolge ein deutliches Plus. Bis Ende Oktober produzierten Windräder hierzulande bereits 63 Milliarden Kilowattstunden Strom. Das ist ein Anstieg um nahezu 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Schon jetzt so viele Kilowattstunden Sonnenkraft wie in ganz 2014Die Solarenergie kann einen ähnlich deutlichen Zuwachs vorweisen: 35 Milliarden Kilowattstunden kamen bis Ende Oktober aus der Sonnenkraft. Damit floss in den ersten zehn Monaten bereits so viel Strom aus Solaranlagen wie im gesamten Vorjahr.

Für die Bundesregierung sind diese Zahlen eine gute Nachricht. Die Koalition hatte 2013 festgelegt, dass bis 2025 40 bis 45 Prozent des Stroms aus regenerativen Quellen stammen solle. Es sieht so aus, als werde das Ziel schneller erreicht als erwartet.

 

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