Fahrrad-Gadgets: Pedale mit GPS sollen Diebe abschrecken

Fahrrad-Gadgets: Pedale mit GPS sollen Diebe abschrecken

von Felix Ehrenfried

Diebstahlschutz einmal anders: Ein französisches Startup setzt auf funkende Pedale, um das Fahrrad überall zu orten.

Wollte man früher sein Fahrrad effektiv gegen Diebe schützen, hieß die einzige Option: Ein möglichst dickes Schloss muss her. An einem stabilen Schloss führt zwar auch heute so gut wie kein Weg vorbei, will man Langfinger in die Flucht schlagen. Jedoch stehen dem technikaffinen Radler heute neue, smarte Techniken zur Verfügung, um sich stärker gegen Fahrraddiebe zu rüsten oder im Falle eines Diebstahls den geliebten Drahtesel wieder zu finden.

Möglich machen das zum Beispiel Schlösser, die mit Internetverbindung und GPS-Sensoren ausgestattet sind und Alarm schlagen, sobald sich die Position des Fahrrads verändert (vorausgesetzt, das Schloss bleibt nicht am Ort des Diebstahls liegen). Doch nicht nur moderne Schlösser können dank GPS einen Diebstahl anzeigen. Auch bieten immer mehr Unternehmen Fahrradteile an, die versteckt einen GPS-Sensor beherbergen. Ob in Sattelstütze oder Rücklicht: Dank der geringen Größe, lassen sich solche Ortungschips mittlerweile nahezu überall verstecken.

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Pedale produzieren ihren Strom selbstSo kommt es, dass ein französisches Startup jetzt auf "smarte Fahrradpedale" setzt, um Bikes zu orten. Im Inneren der schicken Pedale von Connected Cycle befindet sich neben Ortungstechnik auch ein Mobilfunkchip für eine Internetverbindung.

Über diese Verbindung kann der Fahrradbesitzer die Pedale einfach mit seinem Smartphone koppeln und weiß so jederzeit, wo sich sein Rad befindet. Das besonders Clevere an dem System: Die Pedale benötigen keinerlei Energiezufuhr von außen, denn sie erzeugen ihre Energie selbst, sobald der Fahrer zu pedalieren beginnt.

Damit bringen die Pedale von Connected Cycle ein Feature mit, das ein Hauptargument von Kritikern solcher Lösungen entkräftet. Hier heißt es nämlich häufig: Was bringt mir ein Ortungssystem, wenn ich es dauernd laden muss, um sicher zu gehen, dass es im Falle eines Diebstahls genug Energie hat?

Doch nicht nur Diebe sollen die smarten Pedale abschrecken, die mittels persönlich kodiertem Werkzeug montiert werden und sich so nicht einfach abschrauben lassen. Denn dank einer Trackingfunktion kann der Besitzer jederzeit Statistiken über seine Fahrradtouren abrufen: Geschwindigkeit, Distanz und Kalorienverbrauch sind hier nur einige Beispiele.

Technik in San Francisco schon im EinsatzAuch den Besitzern von Fahrradverleihen soll das smarte Pedal ein einfaches Instrument an die Hand geben, um die Bike-Flotte effektiv zu managen. So könne man jederzeit herausfinden, wo sich die Räder befinden und umfangreiche Statistiken über die Fahrgewohnheiten der Kunden erstellen.

Dass solche GPS-Pedale Fahrraddieben das Handwerk legen können, zeigt das Beispiel San Francisco. Wie die Blogger von Grist berichten, stattet die Polizei hier teure "Lockvogel-Bikes" mit solchen Pedalen aus.

Wann die smarten Pedale aus dem Hause Connected Cycle hierzulande zu haben sind, steht aktuell noch nicht fest. Irgendwann dieses Jahr, lautet die sehr vage Aussage der Entwickler. Auch über den Preis ist bisher noch nichts bekannt.

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