Faraday Porteur: Das schickste Elektrofahrrad der Welt?

Faraday Porteur: Das schickste Elektrofahrrad der Welt?

von Felix Ehrenfried

E-Bikes sind wie Outdoor-Kleidung: Ziemlich praktisch, aber selten schick. Ein US-Startup zeigt jetzt, wie es anders geht.

Auch wenn E-Bikes immer beliebter werden: Sonderlich schön sind sie bisher noch nicht. Häufig liegt der Grund dafür in der Konzeption der Gefährte: Dicke Akkus müssen untergebracht werden und auch der notwendige Elektroantrieb ist nicht gerade ein Bauteil, das sich einfach verstecken lässt.

Jetzt hat ein amerikanisches Startup ein Fahrrad mit Elektroantrieb auf den Markt gebracht, das zeigt: Es ist kein Naturgesetz, dass E-Bikes hässlich sein müssen. Das Faraday Porteur ist Lastenfahrrädern aus den 40er und 50er Jahren nachempfunden und versteckt seinen Akku im Unterrohr. So erkennt man nicht direkt, dass es sich bei dem cremefarbenen Fahrrad um ein E-Bike handelt.

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Lediglich ein kleiner Hebel, am linken Handgriff angebracht, macht stutzig. Damit lässt sich die Motorunterstützung an- und ausschalten So wird aus dem Lastenfahrrad ein Lasten-E-Bike. Der 350 Watt starke Motor bringt den Fahrer rund 32 Kilometer weit, anschließend muss das Gefährt an die Steckdose. Ein Ladevorgang dauert, dem Hersteller Faraday zufolge, weniger als eine Stunde.

Die schlichte Aufmachung des cremefarbenen E-Bikes macht selbst Szenekenner staunen. "Das Faraday Bike ist das schönste E-Bike, das Sie je sehen werden", urteilt ein Autor auf dem Nachhaltigkeitsblog Treehugger.

Doch das Faraday Porteur soll nicht nur schön aussehen, es soll auch praktisch sein. So kann der Fahrer mit dem Korb, der am Lenker angebracht wird, Lasten transportieren. Selbst ein Bierkasten hat Platz. Wer es lieber sportlich mag, hängt den Lastenkorb ab und benutzt das Porteur als schickes Citybike.

Teuer, aber beliebtDie Stadttauglichkeit stellt das Porteur mit vielen kleinen Details unter Beweis. So sorgen beispielsweise integrierte LED-Lichter für stets helle Straßen, statt einer schmierigen Kette wird das Hinterrad über einen Gummiriemen angetrieben - Kettenfett an der Hose gibt's damit nicht mehr.

Mit der Kombination aus elegantem Aussehen und unauffälliger E-Bike-Technik scheint das Faraday Porteur genau den Nerv der Zeit zu treffen. Die erste Charge des Fahrrads ist bereits ausverkauft - bei einem stattlichen Preis von 3500 US-Dollar (rund 2600 Euro). Die ersten Bikes werden im März ausgeliefert. Wer jetzt ein Porteur bestellt, muss bis in den Spätsommer warten.

Bis dahin könnte ein deutscher Hersteller Faraday mit dem Konzept "elegantes E-Bike" Konkurrenz machen. In Mannheim tüfteln zwei Ingenieure an dem COBOC - einem Rennrad mit integriertem Akku. Leichter als das Porteur mit seinen knapp 18 Kilogramm wird das E-Rennrad auf alle Fälle.

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