"Folkvänlig": IKEA bringt Günstig-E-Bike auf den Markt

"Folkvänlig": IKEA bringt Günstig-E-Bike auf den Markt

von Tobias Finger

Billy und Expedit bekommen ungewohnte Gesellschaft: Der Einrichtungsriese IKEA hat in Österreich sein neues E-Fahrrad vorgestellt.

Kötbullar, Mobiliar und das einprägsame Logo in den schwedischen Landesfarben sind sinnbildlich für die Einrichtungshäuser von IKEA. Seit einigen Jahren hat sich der skandinavische Möbelgigant auch den Umweltschutz auf die gelb-blaue Fahne geschrieben.

Nach Holz aus nachhaltigem Abbau, energieeffizienten Elektrogeräten und Wasser sparenden Küchen- und Bad-Installationen erweitern die Schweden ihr Sortiment jetzt auf einem, sagen wir mal, unerwarteten Sektor: Ab Ende Mai können Kunden in einer ersten Testphase in den IKEA-Filialen in Österreich das hauseigene E-Bike „FOLKVÄNLIG“ kaufen.

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Folk ist das schwedische Wort für Mensch, während vänlig übersetzt freundlich bedeutet. Das IKEA Pedelec gibt sich also sowohl umwelt- als auch menschenfreundlich. Der Preis stützt den Namen, mit 749 Euro schont das Rad im Vergleich zu vielen anderen E-Bikes den Geldbeutel gewillter Käufer. Mitglieder von IKEA Family zahlen sogar nur 649 Euro. Doch lohnt sich die Investition überhaupt?

Starkes Design trifft auf durchschnittliche AusstattungDas preisgekrönte Design (IF Design Award, Cycle Show Taipei, Eurobike Deutschland) macht auf jeden Fall einen guten Eindruck. Anders als bei vielen anderen E-Bikes verschwindet der Lithium-Ionen-Akku des Folkvänlig im Rahmen, was das Fahrrad deutlich sportlicher und eleganter erscheinen lässt. Er kann aber auch herausgenommen werden. Während die Gabel aus Stahl ist, besteht der Rest des Rahmens aus Aluminium. So summiert sich das Gesamtgewicht auf etwa 25 Kilogramm.

Eine volle Akkuladung bringt den Biker laut Hersteller 60 bis 70 Kilometer weit, was aber auch davon abhängt, welchen der sechs zur Verfügung stehenden Leistungsmodi der Fahrer nutzt. Dazu stellt die verbaute Shimano-Schaltung jedoch lediglich drei Gänge zur Auswahl. Hier hinkt das Schweden-Pedelec seinen Konkurrenten doch etwas hinterher.

Der 36 Volt Motor und die Ladezeit von 5 bis 6 Stunden (an jeder normalen Steckdose) sind jedoch vergleichbar mit anderen Modellen. Allerdings bringt der Akku nur bis etwa zur 500. Aufladung die volle Leistung, anschließend verringert sie sich nach Angaben des Unternehmens um etwa zehn Prozent.

Markteinführung in Deutschland noch unklarOb sich das Folkvänlig als günstige Alternative zu teureren Zweiradstromern durchsetzen kann, bleibt abzuwarten. Ein Vordernaben-Antrieb gilt unter E-Bike-Herstellern schon fast als überholt, auch die sparsam dimensionierte Schaltung dürfte Vielfahrer wohl eher abschrecken. Der Preis hingegen ist schon jetzt vorbildlich.

Bisher haben sich die IKEA-Verantwortlichen noch nicht dazu geäußert, ob und wo das Fahrrad als nächstes in die riesigen blauen Einrichtungshäuser rollt. Wenn, dann kommt es aber in einer Damen- und einer Herrenvariante - und vermutlich auch schon fertig zusammengebaut und ohne komplizierte Anleitung.

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