G7: Die große Ankündigung vom Ende der fossilen Energien

G7: Die große Ankündigung vom Ende der fossilen Energien

von Peter Vollmer

Die G7-Staaten wollen den Treibhausgas-Ausstoß deutlich verringern, um das Zwei-Grad-Ziel zu erreichen.

Beenden die G7-Staaten in diesem Jahrhundert die Nutzung fossiler Brennstoffe? Zumindest haben sich die Staats- und Regierungschefs der sieben Industriestaaten, die sich derzeit im bayerischen Elmau treffen, deutlich zum Zwei-Grad-Ziel bekannt.

Es gilt schon länger als notwendig, die Erderwärmung auf zwei Grad zu begrenzen, um die schlimmsten Folgen des Klimawandels abzuwenden. Dazu soll vor allem der Ausstoß von Treibhausgasen reduziert werden. Entsprechend brauche man eine "Dekarbonisierung der Weltwirtschaft", sagte Bundeskanzlerin Merkel.

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Kanzlerin #Merkel zu Klimaschutz: #G7 bekennen sich zum Zwei-Grad-Ziel. #COP21

— Steffen Seibert (@RegSprecher) 8. Juni 2015Bis 2050 wollen die G7-Länder 40 bis 70 Prozent weniger Klimagase ausstoßen - gemessen an 2010. Ziele, die so konkret sind, dass sich auch Umweltschutzorganisationen positiv überrascht zeigen. Martin Kaiser, klimapolitischer Leiter von Greenpeace Germany:

#G7Elmau delivered! The vision of a 100% #renewable energy future is starting to take shape while spelling out the #endcoal #cop21 #climate

— Martin Kaiser (@martinkaisergp) 8. Juni 2015

Die Entscheidung sorgte nicht nur bei Umweltschützern für positive Reaktionen. So äußerte sich Umweltministerin Barbara Hendricks:

Wir müssen Abschied nehmen von Kohle, Öl und Gas. http://t.co/ULpCU1ZDQN #Hendricks #G7 #Klimaschutz #COP21 pic.twitter.com/XWw6yf0ddQ

— BMUB (@bmub) 8. Juni 2015Auch wenn kritische Stimmen natürlich nicht ausbleiben. Hendricks Vorgänger Jürgen Trittin von den Grünen:

#G7 Methode „Wording statt Doing“ setzt sich fort.Von Dekarbonisierung reden,aber Kohleausstieg blockieren. https://t.co/WUeeigHjjJ

— Jürgen Trittin (@JTrittin) 8. Juni 2015

Dazu, ob die Ziele mit Erneuerbaren oder Kernkraft umgesetzt werden müssten, habe man "unterschiedliche Vorstellungen", so Merkel.

Der Beschluss ist vor allem mit Sicht auf die UN-Klimakonferenz interessant, die Ende dieses Jahres in Paris stattfinden wird. Denn damit rückt eine weltweite Einigung über Klimaziele deutlich näher. Auch wenn Staaten wie China, Russland oder Brasilien, die bei dem G7-Treffen nicht dabei sind, ebenfalls ins Boot geholt werden müssten. (Über die Schwierigkeiten, die bei der Pariser Klimakonferenz auf die Politiker zukommen, haben wir bereits hier berichtet.)

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