Google: Internetriese entwickelt Gestensteuerung für Autos

Google: Internetriese entwickelt Gestensteuerung für Autos

von Felix Ehrenfried

Google will Autofahrern ermöglichen, Radio und Navi mit Gesten zu bedienen. Das könnte Unfälle vermeiden.

Smartphones können es heute schon, jetzt will Google die Steuerung per Gesten wie Winken oder Fingerzeig auch im Auto einführen. So ist es bei Samsungs aktuellem Top-Smartphone, dem Galaxy S4, schon länger möglich, sich die Uhrzeit anzeigen zu lassen, Elemente zu verschieben oder per Winken Anrufe anzunehmen - alles, ohne auch nur einmal das Display mit den Händen zu berühren.

Google hat sich jetzt eine Technik patentieren lassen, die bald ähnliches im Auto ermöglichen soll. Die Vision der Entwickler: Das Radio verändert seine Lautstärke auf Fingerzeig, eine Handbewegung genügt, um die Scheiben runter zu lassen und der Motor startet dank einer Geste des Fahrers.

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Die Mitteilung, Google habe ein Patent auf eine Technik zur Gestensteuerung in Autos angemeldet, kommt nicht unerwartet. Erst kürzlich war bekannt geworden, dass der Internetriese das Unternehmen Flutter gekauft hat.

Flutter hat sich auf die Gestensteuerung von unterschiedlichen Computerprogrammen wie iTunes oder Spotify spezialisiert. Dank Webcam und der Flutter-App kann jeder seine Software steuern, ohne auch nur einen Finger auf Tastatur oder Maus zu legen.

Das Patent, das Google nun angemeldet hat, sieht eine Verwendung der Gestensteuerung im Auto durch diverse Sensoren vor. So sollen in der Decke des Fahrzeuges Kameras und Laser installiert werden, die Gesten erkennen, interpretieren und als Befehle an das Auto weitergeben.

Ablenkung führt zu UnfällenDer Vorteil des Ganzen dabei liegt in der Intuitivität und weniger Ablenkung beim Autofahren. Denn Gestikulieren, beispielsweise Winken, kann jeder Fahrer auch in der Rushhour, ohne dadurch vom Verkehrsgeschehen abgelenkt zu werden. Der Blick bleibt auf der Straße und schweift nicht zu Bedienelementen oder Radiodisplay.

Einmal Marktreif, würde die Google-Technik die Sicherheit auf den Straßen erheblich erhöhen. So hat der ADAC herausgefunden, dass schon alleine ein Senderwechsel oder die Zieleingabe im Auto häufig für Unfälle sorgt. Die Experten schätzten, dass jeder achte Crash in Deutschland dadurch ausgelöst wird, dass der Fahrer gerade das Navi oder das Radio bedient.

So dürfte die Gestensteuerung im Auto zwei Vorteile mit sich bringen: Zum einen macht sie die Bedienung einfacher, vor allem aber sicherer.

Für Google ist es ein weiterer Schritt zum intelligenten Auto. Schon länger arbeitet das Unternehmen an selbstfahrenden Fahrzeugen. Das könnte sich als äußerst lukrativ erweisen. Denn laut einer Studie sollen 2035 weltweit 100 Millionen autonom fahrende Auto verkauft sein. Umso bequemer, wenn der Roboterwagen dann noch auf ein Fingerschnippen startet.

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